Landkreis modernisiert stationäre Anlagen / Vollsperrung von Bundesstraßen

Neue Technik für neun Blitzer

Eine Messanlage steht in Martfeld.
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Eine Messanlage steht in Martfeld.

Landkreis Diepholz. Zu schnell und deshalb gefährlich: Tempoverstöße im Straßenverkehr können fatale Folgen haben. Deshalb überwacht der Landkreis Diepholz den Verkehr. Neun stationäre Verkehrsüberwachungsanlagen und zwei Fahrzeuge sollen helfen, Bleifußfahrer auszubremsen. Mit Erfolg: Rund 38 000 Tempo-Verstöße registrierte der Landkreis allein im Jahr 2018.

Gemeinsam ahndeten Polizei und Landkreis vor drei Jahren mehr als 41 000 Geschwindigkeitsübertretungen.

Feste Größen dabei: neun stationäre Messanlagen, die an den Hauptverkehrsadern in Dreye, Fahrenhorst, Bruchhausen-Vilsen, Martfeld, Bassum, Wetschen, Maasen, Barrver und Ehrenburg stehen – ein Großteil von ihnen bereits seit zwei Jahrzehnten. Jetzt besteht Sanierungsbedarf: „Die bisherige Sensorentechnik ist stark reparaturanfällig geworden und teilweise ganz ausgefallen“, fasst Kreisrat Jens Hermann Kleine zusammen. Im Fachausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit erläuterte Volker Töllner vom Landkreis-Fachdienst Bürgerservice und Straßenverkehr die Sachlage. Schon vor zwei Jahren ist demnach schon mit notwendigen Maßnahmen begonnen worden. Handlungsbedarf ergab sich aus dem Unfallgeschehen: 4 500 Unfälle jährlich stehen in der Bilanz.

Schon neue Technik

Um weitere zu verhindern, sind die stationären Messstellen an der Bundesstraße 214 in Wetschen, Barver und Sulingen-Ost bereits mit neuer Technik ausgestattet worden.

„In den kommenden Monaten ist die Instandsetzung der im Zuge der Bundesstraßen 51 und 6 vorhandenen Messstellen in Bassum, Stuhr-Fahrenhorst und Bruchhausen-Vilsen vorgesehen“, so kündigt die Kreisverwaltung an. Insgesamt 199 000 Euro müssen dafür investiert werden. Im kommenden Jahr ist fest geplant, die Sanierung der weiteren „Blitzer“ umzusetzen. Außerdem soll ein neues Messfahrzeug in Betrieb genommen werden. „Damit soll die Akzeptanz von Beschränkungen und Verboten gesteigert und somit die Verkehrssicherheit weiter ausgebaut werden“, heißt es dazu.

Fakt ist aber auch, dass der Landkreis über weit weniger Messtechnik verfügt als über stationäre Anlagen . Will heißen: In manchen Blitzsäulen befinden sich keine Kameras. Aber in welchen, können Verkehrsteilnehmer nicht erkennen. Außerdem wechselt die Situation täglich.

Fatale Zeitnot

Unabhängig davon haben Erfahrungen gezeigt: Immer wieder ist vermeintliche Zeitnot der Auslöser für Geschwindigkeitsübertretungen. Mit längeren Fahrtzeiten werden Verkehrsteilnehmer im Landkreis Diepholz in den kommenden Monaten allerdings rechnen müssen. Diesen Schluss lässt das Bundesstraßensanierungsprogramm der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu, über das im Ausschuss ebenso berichtet wurde.

Demnach werden Großbaustellen an der B 214 in Rehden im Einmündungsbereich der B 239 und im Bereich Sulingen-Groß  Lessen in nächster Zeit die Vollsperrung der Bundesstraßen unbedingt erforderlich machen. „Weiter sollen die B  51 im Bereich Drebber-Cornau und die B  6 zwischen Syke und Heiligenfelde unter Vollsperrung saniert werden“, hieß es. Umwege sind also zwingend: „Um die Beeinträchtigungen der Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, werden derzeit Umleitungskonzepte erarbeitet.“

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