Neue Schutzkleidung für die Freiwillige Feuerwehr in Stuhr

Drei Generationen Schutzkleidung: Links und Mitte: Kim und Mario Bellmann in der neuen Schutzkleidung inklusive schwerer Atemschutzgeräte. Pressesprecher Christian Tümena trägt die bisherige schwarze Bekleidung.
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Drei Generationen Schutzkleidung: Links und Mitte: Kim und Mario Bellmann in der neuen Schutzkleidung inklusive schwerer Atemschutzgeräte. Pressesprecher Christian Tümena trägt die bisherige schwarze Bekleidung.

Stuhr – Die Freiwillige Feuerwehr in Stuhr wurde in der vergangenen Woche mit einer ersten Lieferung neuer Einsatzbekleidung ausgestattet. Die neue Schutzausrüstung fällt vor allem durch die Farbe ins Auge: beige statt schwarz. Die aus hitzebeständiger sowie flammabweisender Überjacke und Überhose bestehende Ausstattung hält Vorteile bereit, die bereits jetzt gelobt werden:

ein höherer Tragekomfort und bessere Reinigungsmöglichkeiten.

„90 Sätze der neuen Schutzkleidung sind in der letzten Woche angekommen und gleichmäßig auf die sechs Ortsfeuerwehren verteilt worden“, berichtete Pressesprecher Christian Tümena bei der Vorstellung des neuen Outfits. „Die erste Lieferung erhalten zunächst die Einsatzkräfte, die Atemschutzgeräte tragen. Der bessere Schutz kommt so denjenigen zugute, die in brennende Gebäude gehen.“

„Wir hatten das Problem, dass die aktuelle und seit 12 Jahren verwendete schwarze Kleidung in der Reinigung nicht mehr richtig sauber wurde“, erzählte Tümena. 2009 habe man von Orange auf Schwarz umgestellt. Nach Vorgaben des Herstellers muss nach einer begrenzten Zahl von Reinigungsvorgängen geprüft werden, ob die zwischen Futter und Außentuch eingenähte Membrane noch funktionstüchtig ist. „Die Membrane sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit eindringt und Schweiß nach außen geleitet wird. Außerdem fungiert die Membrane bei Brandeinsätzen als Hitzesperre“, erklärte Tümena. Nach seinen Worten gestaltete sich die bisherige Materialprüfung schwierig, da das Futter aufgetrennt und anschließend wieder zugenäht werden musste. Die neue Schutzkleidung enthält nun eine Revisionsöffnung. „Hier kann die Membrane mittels Reißverschluss zu Prüfzwecken problemlos entnommen und anschließend wieder eingefügt werden.“

Bei der Vorstellung bestätigten die Brüder Kim und Mario Bellmann in voller Brandschutzausrüstung, dass sich der verbesserte Tragekomfort deutlich bemerkbar macht. Das umfangreichere Größenangebot des Herstellers mit drei verschiedenen Arm- und Beinlängen sei dafür ausschlaggebend. So lässt sich der Anzug deutlich individueller an Trägerin oder Träger anpassen. Ein besonderer Vorteil ergibt sich dabei auch für die Damen der Feuerwehr, die bei kleiner Körpergröße Probleme mit den schwarzen Standardjacken hatten. Die beigefarbenen Jacken sind im Vergleich zu der bisherigen Bekleidung kürzer. Der Hosenbund ist dafür höher angebracht, was nach den Erfahrungen zu einer deutlich größeren Bewegungsfreiheit führt. Ein Jahr lang seien Bekleidungsalternativen verschiedener Produzenten bei der Berufsfeuerwehr in Bremen getestet worden. „Die dort ausgewählte Variante haben wir dann für Stuhr übernommen“, berichtete der Pressesprecher und fasste zusammen: „Was sich bei der Berufsfeuerwehr bewährt hat, kann für die Freiwillige Feuerwehr ja nicht schlecht sein.“

Nach der Erstauslieferung sei es das Ziel, noch bis zum Ende dieses Jahres weitere 150 Sätze zu beschaffen. Die Kosten übernimmt die Gemeinde Stuhr. Christian Tümena: „Bis alle 355 Einsatzkräfte der Gemeindefeuerwehr ausgestattet sind, wird es dann aber wohl noch bis 2023 dauern.“

Von Rainer Jysch

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