Das neue plattdeutsche Stück heißt „Mien Mann, de fohrt to See“ / Ensemble probt intensiv / Premiere am Sonntag, 21. September, im Stuhrer Rathaus

Heimatbühne bereitet sich auf neuen Dreiakter vor

Die Mitglieder der Heimatbühne fiebern der neuen Premiere entgegen.
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Die Mitglieder der Heimatbühne fiebern der neuen Premiere entgegen.

Stuhr - Freunde des goldigen Humors kommen bei der Heimatbühne Stuhr seit 1950 voll auf ihre Kosten. Nur noch wenige Wochen trennen die Hobbyschauspieler vom nächsten Premierentermin, der für Sonntag, 21. September, im Stuhrer Rathaus vorgesehen ist. Dann darf im Dreiakter „Mien Mann, de fohrt to See“ einmal wieder herzhaft gelacht werden. Natürlich op platt, denn der Erhalt der plattdeutschen Sprache ist allen überaus wichtig.

Entsprechend intensiv läuft die momentane Probenphase mit gleich zwei Übungsabenden in der Woche: „So Kinners, wir wollen anfangen“, bat Regisseurin Margrit Unger um Aufmerksamkeit. Nicht einfach war es, die Truppe vom privaten Klönschnack abzuhalten, um sich auf die Rollen zu konzentrieren. Schließlich hatte Mitglied Regina Horstmann anlässlich ihres Geburtstages einen ausgegeben.

Seit April steht das neue Stück von Wilfried Wrosst um den Hamburger Kneipenwirt Karl Bammer fest auf dem neuen Programm. Der hat hinsichtlich Zigarettenschmuggels und Beamtenbeleidigung keine weiße Weste und muss in den Hamburger Knast Fuhlsbüttel. Der Verwandtschaft gilt es, diese Schande zu verheimlichen, aber wie bei fast allen Lügen geht der Schuss nach hinten los.

Irrtümer und Missverständnisse, aber auch die Liebe kommen nicht zu kurz. Der Spaß sowieso nicht. Das war schon immer so. Organisator und graue Eminenz des Vereins, wie sich Horst True mit einem schelmischen Lächeln selber bezeichnet, weiß noch gut um die Anfänge der Heimatbühne Stuhr. Die hat ihre Wurzeln in einem Wintervergnügen im Jahre 1949, einer Zeit, in der die Menschen nach dem Kriegsende und den folgenden Notjahren dankbar für ein wenig Abwechslung waren.

„De suure Melk“ wurde seinerzeit von Knechten und Mägden der umliegenden Höfe aufgeführt. Mit großem Erfolg, denn ein Jahr später gründete sich der Verein. Der erste Vorsitzende hieß: Gerold Ahrns.

Auf dem Kohlenwagen von Arnold Coldewey zog die Truppe mit allen Requisiten durch die Lande bis Thedinghausen. Drei Stücke wurden damals im Jahr aufgeführt und fast 50 Mitglieder spielten mit.

Der heutige 73-jährige Horst True kam als junger Kerl dazu, legte eine Familienpause ein und ist längst wieder bei seiner Heimatbühne voll dabei. „Ich hab auch mal Lust dazu“, ließ sich Dirk Köhrmann vor einiger Zeit ohne großen Schnack überzeugen. Genauso wie „Küken“ Geertje Dörgeloh, die das Plattdeutsche erst lernen muss. Christian Röpe, ein weiterer Frischling angelte für die Heimatbühne seine größten Fans, Mama Dorothee und Papa Peter mit auf die Bühne.

„Wirf das Buch weg“, riet Margrit Unger einem leicht aufgeregten Karl Brammer (Peter Röpe) und hielt noch weitere Tipps für eventuelle Textlücken parat. „Gerade die Hänger und das notwendige Improvisieren bringt uns die Lacher“, weiß Horst True um die Lockerheit und die Freude am Spiel.

In einer Lagerhalle gegenüber der Blockener Schule hat die Truppe einen idealen Übungsraum mit viel Platz für das detailreiche Bühnenbild bekommen. Ein paar Schwalben wohnen dort unter der hohen Decke und werden ihrem Ruf als Glücksbringer sicherlich auch beim neuen Stück gerecht werden.

ak

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