Mensa der Grundschule Heiligenrode offiziell ihrer Bestimmung übergeben

Neue Einweihung, derselbe Klassiker: „Schule ist mehr als eine Quälerei“

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Gemeinsam mit ihrer Schulleiterin Marion Schumacher (r.) und Bürgermeister Niels Thomsen freuen sich (v.l.) Zoey, Luca, Tjark und Eyck auf das Mittagessen. Brigitte Dau serviert Rindergeschnetzeltes mit Champignons, Fingermöhrchen und Salzkartoffeln.

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. „Schule ist mehr als pauken und plagen, Schule ist mehr als Quälerei“ – dieses Lied, gesungen von Kindern in der Aula der Grundschule Heiligenrode, hat Bürgermeister Niels Thomsen gestern nicht zum ersten Mal gehört. Schließlich war es auch nicht die erste Mensa, die der Verwaltungschef in jüngster Vergangenheit offiziell ihrer Bestimmung übergab. Überall erklang bei der Einweihung dieser „Klassiker“, wie der Bürgermeister das Stück nannte.

Laut Thomsen beschreibt der Song die Entwicklung, die die Grundschulen in den vergangenen vier Jahren genommen haben. Zum Schuljahr 2012/2013 hatte das Ganztagsangebot an allen fünf Standorten begonnen. „Die Bilanz ist durchweg positiv. Es gibt eine wahnsinnig gute Akzeptanz an allen Schulen“, sagte Thomsen. Als wichtigen Bestandteil des Angebots nannte er „ein Mittagessen in der gewünschten Qualität“. Deshalb hatte die Gemeinde von der Warmanlieferung auf Tiefkühlmischkost umgestellt. Die damit einhergehende Ausstattung und die steigende Zahl an Kindern in der Ganztagsbetreuung hatte an den Schulen den Bau neuer Mensen zur Folge.

Anders als zum Beispiel in Seckenhausen und Brinkum war in Heiligenroder eine Erweiterung im Bestand möglich. Den Kern des Projektes bildete die Einrichtung einer Koch- und Spülküche inklusive Tiefkühlzelle und Lagerflächen sowie die Nutzung eines Unterrichtsraums als Essbereich. Zusammen mit dem vorhandenen Speiseraum hat die Schule eine Mensa für 152 400 Euro bekommen. „Die 100 Kinder, die das Ganztagsangebot nutzen, werden das zu schätzen wissen“, sagte Thomsen. In Betrieb ist die Mensa bereits seit Ende vergangenen Jahres.

Als wichtige Bausteine für die Qualität und die Weiterentwicklung des Angebots bezeichnete auch Schulleiterin Marion Schumacher die neue Mensa und die Umstellung auf TK-Mischkost.

Sie erinnerte daran, dass die Kollegen an den Grundschulen nicht gerade begeistert gewesen waren, als der damalige Bürgermeister Cord Bockhop 2011 die offene Ganztagsschule verkündet hatte. „Zumal die personelle Ausstattung vom Land nicht gerade üppig war. Wir haben Mängelverwaltung und Improvisation befürchtet“, sagte Schumacher. Doch dank der Unterstützung des Schulträgers (Gemeinde Stuhr, die Red.) habe es von Beginn an gute Voraussetzungen für die Ausgestaltung des Angebots gegeben. Heute sei die Schule ein Lern- und Lebensraum für die Kinder. Mehr als Quälerei eben.

Was für die Schule gelte, gelte auch für die Ratsarbeit, stellte Thomsen fest: „Die ist auch lebendig, bringt Spaß und ist ein Teil des gesellschaftlichen Lebens.“ Mit Blick auf die Kommunalwahl im September warb er um neue ehrenamtliche Mitstreiter, denn: „Die Gestaltung einer Gemeinde ist mehr als zu Hause zu sitzen und an anderer Stelle zu kritisieren und zu klagen.“

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