Ehrenamt ist Ehrensache

Neue Doppelspitze: Christian Walz und Sam Nimmo übernehmen Vorstandsposten beim LC Hansa Stuhr

Gleichberechtigt als Vorstand des LC Hansa Stuhr: Christian Walz (links) und Sam Nimmo lenken in Zukunft die Geschicke des Zwei-Sparten-Vereins.
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Gleichberechtigt als Vorstand des LC Hansa Stuhr: Christian Walz (links) und Sam Nimmo lenken in Zukunft die Geschicke des Zwei-Sparten-Vereins.

Nach längerer Vakanz auf der Position des Vorstands ist der LC Hansa Stuhr seit Anfang August wieder unter neuer Führung. Mit Christian Walz und Sam Nimmo hat der Verein eine Wunschlösung gefunden – zumindest, wenn man sich den Findungsprozess vor Augen führt.

Stuhr – Ein kurzer Rückblick: 30 Jahre lang führte Gründervater Berthold Buchwald den Verein, ehe er 2016 das Amt des ersten Vorsitzenden an Lutz Tappert übergab. Gemeinsam mit Nicole Garbers stand Tappert bis Anfang 2020 an der Spitze des Vereins. Doch für eine weitere Amtszeit kandidierten beide aus privaten Gründen nicht mehr. Da spontan kein Nachfolger bereitstand, war der Verein fortan ohne Vorsitz. Eine Findungskommission wurde gebildet. Und dann kam Corona.

„Schon zu Beginn habe ich überlegt, ob ich das machen soll“, gibt Christian Walz zu. Vorstandserfahrung hatte der 49-jährige Bremer bereits 30 Jahre zuvor beim Schwimmverein Bremen 10 gesammelt. Seit 2009 ist er Mitglied in der Triathlon-Abteilung des LC Hansa – neben der Abteilung Leichtathletik die zweite Hauptsparte des Vereins.

Gemeinsame Überlegungen beim Laufen

Mit seinem Laufpartner Sam Nimmo, seit 2016 Triathlet im Verein, tauschte er sich bei Trainingsläufen aus. „Wir haben viele Laufkilometer miteinander verbracht“, sagt Sam Nimmo und schiebt lachend nach: „Und in ein, zwei Stunden kommt eine Menge zusammen, worüber man reden kann.“ So sei auch beim 46-Jährigen die Entscheidung gereift, mit seinem Freund das Amt im Vorstand zu übernehmen.

Bald sickerte diese Information im Verein durch, woraufhin viele „aufmunternde Worte“ der anderen Mitglieder beim Duo ankamen. Bis zur Mitgliederversammlung allerdings dauerte es aufgrund der Corona-Pandemie über ein Jahr. Trotzdem blieb der Verein handlungsfähig; einerseits aufgrund des zurückgefahrenen Programms, andererseits aufgrund der autarken Spartenleitung der Abteilungen.

Am 4. August dann wurden die beiden endlich, bei einer Enthaltung, einstimmig in ihre Ämter gewählt – Christian Walz als erster und Sam Nimmo als zweiter Vorsitzender. „Es muss einen Kopf im Verein geben, und das sehe ich mehr bei ihm“, sagt Letzterer. Doch Christian Walz ergänzt: „Wir machen das als Team und sind für alle gleichberechtigte Ansprechpartner. Die Unterteilung in erster und zweiter Vorsitzender sei satzungsgebunden.

Kommunikativer Führungsstil

Beide haben das Gefühl, dass sie dem Verein und dessen Mitgliedern etwas geben können, was, so Sam Nimmo, „ein sehr bereicherndes Gefühl ist.“ Entsprechend werde ihr Stil von Kommunikation mit den Mitgliedern geprägt sein. „Wir sind keine organisatorischen Superhelden“, sagt Nimmo lachend.

Wie wichtig ehrenamtliche Vereinsarbeit nach wie vor ist, stellt Christian Walz dar: „Vereine zeigen uns den richtigen Umgang miteinander. Die Gesellschaft lebt von solchen Dingen. Leider sind die Menschen heutzutage sehr Ich-bezogen. Das merkt man schon an der Bahnsteigkante, wenn die ersten bereits in den Zug drängen, obwohl noch nicht alle Passagiere ausgestiegen sind.“ Und diesen „richtigen“ Umgang miteinander wollen beide im Verein fördern. So sei ihnen eine bessere Vernetzung der Leichtathletik- und Triathlonabteilung wichtig, die beide in der Vergangenheit nebeneinanderher gelebt hätten.

„Ein wichtiger gesellschaftlicher Bestandteil“

Wie kommt es eigentlich, dass sich ausgerechnet zwei Aktive aus einer Einzelsportart so für das Miteinander einsetzen? „Wir brauchen einfach diese Vereinsstruktur und den Halt, den die Gruppe gibt“, sagt Christian Walz. Zudem liegen dem Duo nach eigenen Aussagen die Leute im Verein am Herzen. „Man muss sich engagieren, damit andere sich engagieren“, ergänzt der 49-Jährige, „damit steht und fällt das Überleben eines Vereins. Heute gehen die Leute eher ins Fitnessstudio, wo kaum Kommunikation stattfindet. Aber in einem Verein, da unterhält man sich über Werder oder die Bundestagswahlen.“ Das sei ein „wichtiger gesellschaftlicher Bestandteil“.

Erleichtert über das Ende der Vakanz zeigt sich auch Vereinsgründer Berthold Buchwald, denn: „Ehrenamtliche Arbeit ist nicht nur Ruhm, Ehre und Beifall. Das ist in erster Linie mühsame Verwaltungsarbeit.“ Dennoch sieht er seinen Verein in guten Händen: „Ich kenne Christian Walz schon länger. Er ist sympathisch und agiert ruhig und mit Augenmaß. Er wird das gut machen.“

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