Für Organisation der Arbeit

Neue Anlaufstelle für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

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Gemeinsam mit dem Büffelstübchen zieht das Flüchtlingsnetz in dieses Gebäude an der Bremer Straße. 

Brinkum - Von Andreas Hapke. Das Flüchtlingsnetz Stuhr hat endlich eine Anlaufstelle für die Organisation seiner ehrenamtlichen Arbeit gefunden. Ab Anfang Januar steht den Helfern dafür das Erdgeschoss des Gebäudes an der Bremer Straße 5 zur Verfügung. Das Haus ist Eigentum der Gemeinde. Der Pachtvertrag mit der „Kleinen Oase“, die bereits an die Syker Straße gezogen ist, läuft noch bis Ende Dezember.

Immer wieder hat das Netzwerk in Person seiner Koordinatorin Ute Sydow auf die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung aufmerksam gemacht. „Jetzt bin ich am Ziel“, sagt sie. „Der Ort ist super. Zentraler geht es nicht.“ Bislang operierte der Zusammenschluss der Ehrenamtlichen aus der Versicherungsagentur Sydows heraus, für Begegnungen mit Migranten stand unter anderem der Frauentreffpunkt „Sie(h)da“ an der Jupiterstraße zur Verfügung.

Behördliche Anlaufstellen für Flüchtlinge gebe es bereits im Rathaus und in einem Nebengebäude an der Stuhrer Landstraße, sagt Bürgermeister Niels Thomsen. „Was gefehlt hat, war ein Raum für diejenigen, die ehrenamtliche Hilfe benötigen oder sich in der ehrenamtlichen Arbeit engagieren. Wir waren in ganz Stuhr auf der Suche danach und haben immer mal irgendwo eine Garage gefunden, aber es war ein Defizit.“ Nun gebe es endlich Räume, die dieser Arbeit gerecht würden.

"Jetzt können wir unsere Arbeit besser konzentrieren"

Darüber freut sich niemand mehr als Ute Sydow. „Wir sind in der Flüchtlingshilfe in Stuhr super aufgestellt, können schnell reagieren und Nachhaltiges schaffen“, sagt Sydow, die auch die Beschäftigten des Sozialamts lobt. „Aber häufig wenden sich die Menschen zuerst an mich. Jetzt können wir unsere Arbeit besser konzentrieren.“

Nach Auskunft Sydows steht das Konzept noch nicht. Sie verweist auf Ergebnisse ihrer Umfrage unter den Flüchtlingen: „Was könntet ihr euch vorstellen, wenn wir dauerhaft Räume zur Verfügung hätten?“, lautete demnach die Frage. „Die Kinder wollen lernen und spielen; die Männer haben sich schon immer gewünscht, einfach einen Treffpunkt zu haben und zum Beispiel Karten zu spielen; bei den Frauen ist stets Kochen ein Thema.“ Deshalb müsse auch eine Küche installiert werden.

Die Koordinatorin betont, dass die Bremer Straße 5 nicht nur Anlaufstelle für Flüchtlinge sein solle: „Wir helfen dort jedem, der Unterstützung benötigt, und würden uns über Bürger freuen, die Berührung wollen.“ Viele Migranten hätten sich bereits integriert. Jetzt gehe es darum, die Menschen „noch näher“ zusammenzubringen. „Vielleicht ergeben sich über diesen Weg auch weitere Patenschaften.“

Laut Thomsen sind die Räume in ihrem jetzigen Zustand nicht 1:1 für den neuen Zweck zu nutzen. „Wir müssen gemeinschaftlich überlegen, wie wir sie umbauen.“ Das soll bereits zwischen Weihnachten und Neujahr beginnen. Sydow ergänzt, dass sich bereits Migranten als Helfer angeboten hätten. „Viele von ihnen sind erstklassige Handwerker und wollen sich einbringen.“

Das Erdgeschoss hat 156 Quadratmeter. Es gibt einen großen Raum, ein Büro und ein Lager. Letzteres dürfte Sydows Agentur entlasten, die ihrer Auskunft nach „zeitweise einer Sammelstelle“ für Sachspenden geglichen habe.

Teilen muss sich das Flüchtlingsnetz die neuen Kapazitäten mit der Lernwerkstatt Büffelstübchen, die von der Bremer Straße 28 dorthin zieht und das Gebäude voraussichtlich montags und dienstags beansprucht.

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