Qualifikation für den Landesentscheid

„Jugend forscht“: Mädchen aus Stuhr überzeugen beim Regionalwettbewerb

Drei Mädchen sitzen in Brinkum an einem Tisch.
+
Junge Forscherinnen aus Brinkum: (v.l) Friederike Johanna Pieper, Schwester Katharina Meta mit einer von ihr erfundenen Rechenmaschine und Laurien Aurelia Schwientek.

Drei Brinkumer Schülerinnen haben am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen, zwei von ihnen sich für den Landesentscheid qualifiziert. Die Mädchen haben sich in ihren Arbeiten Gedanken über den Verpackungsmüll, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und Rechenhilfen gemacht. 

Brinkum – Konsumverhalten während Corona – Können trotzdem Verpackungen und Müll reduziert werden? Zweifellos eine wichtige Frage, die aber keineswegs nur auf höchster Ebene beantwortet werden muss. Die zwölfjährige Friederike Johanna Pieper, Schülerin der G7a an der KGS Brinkum, hat sich damit im Wettbewerb „Jugend forscht“ beschäftigt und herausgefunden: Wegen der vielen Online-Bestellungen fällt zwar mehr Verpackungsmüll an. Doch der lässt sich beim Einkauf vor Ort trotz Corona vermeiden. Nun will Friederike eine App entwerfen, die alternative Verpackungen vorschlägt, wenn die Nutzer während ihres Einkaufs Produktfotos hochladen.

Dem Experimentierdrang des Nachwuchses hat die Pandemie keinen Abbruch getan. 78 Schüler haben am Regionalwettbewerb unter dem Motto „Lass Zukunft da“ teilgenommen, darunter auch Friederikes Klassenkameradin Laurien Aurelia Schwientek (11) und ihre Schwester Katharina Meta Pieper (9) aus der Grundschule Brinkum.

Laurien hat zur Frage „Wie viel Kohlenstoffdioxid gibt ein Jahrgang 7 auf dem Schulweg in die Atmosphäre ab?“ geforscht. Antwort: Hin- und Rückweg zusammengenommen stoßen die Schüler pro Woche 412,6 Kilogramm aus, im Jahr sind es 16,5 Tonnen.

Schon in den vorangegangenen zwei Jahren sind Friederike und Laurien neben ihren Einzelprojekten noch einer Gemeinschaftsaufgabe nachgegangen. So war es auch diesmal. Eine „Optimierung der Kristallzucht“ lässt sich am besten mit Natriumsulfat 10 Hydrat kristallin erreichen, fanden sie heraus.

Mitschüler mit Schwächen im Fach Mathematik wollte Katharina mit ihrem Beitrag unterstützen. In der Rubrik „Von Kind zu Kind: Rechenhilfen anders betrachtet“ entwickelte sie ein Quartett-, ein Domino- und ein Memoryspiel, in denen es darum geht, Zehnerfreunde zu finden. Beispiel Memory: Wer eine Klingel und drei Punkte aufdeckt, hat es richtig gemacht. „Drei Punkte und die sieben Buchstaben des Wortes Klingel ergeben zusammen eine Zehn“, erklärt Katharina. Es gebe aber auch noch andere Kombinationsmöglichkeiten.

Katharina hat mit ihrem Beitrag ebenso den ersten Platz belegt wie ihre Schwester Friederike. Damit haben sich die beiden für den Landeswettbewerb qualifiziert, mehr geht nicht in ihrem Alter. Laurien schaffte einen zweiten Rang.

Mama Sabine Pieper findet es „klasse, dass die Mädchen Spaß daran haben und selbstständig arbeiten“. Ihr Dank und der der drei Nachwuchsforscherinnen geht an die Lehrerinnen Gabriele Mehrtens (KGS) und Nicole Hedden (Grundschule), die jederzeit geholfen hätten.

Ob sich die Mädchen auch in ihrem späteren Leben als Forscherinnen sehen? Während für Laurien ein Ingenieursberuf infrage kommt, würde Friederike nur forschen, „wenn ich dafür zum Süd- oder Nordpol komme“. Katharina möchte eher Anwältin oder Richterin werden: „Ich finde es blöd, wenn Menschen etwas Unrechtes tun.“ Alle wollen auch im nächsten Jahr wieder am Regionalwettbewerb von Jugend forscht teilnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Tränen und Kanonendonner: Abschied von Prinz Philip

Tränen und Kanonendonner: Abschied von Prinz Philip

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

BVB verpasst Coup in Manchester: 1:2 nach achtbarem Kampf

BVB verpasst Coup in Manchester: 1:2 nach achtbarem Kampf

Meistgelesene Artikel

Reitverein Okel: Räumungsklage auf den letzten Drücker

Reitverein Okel: Räumungsklage auf den letzten Drücker

Reitverein Okel: Räumungsklage auf den letzten Drücker
Unheilbar: Ralf Bokelmann lebt mit Parkinson

Unheilbar: Ralf Bokelmann lebt mit Parkinson

Unheilbar: Ralf Bokelmann lebt mit Parkinson
Zwei Rücktritte bei der Ortsfeuerwehr Diepholz

Zwei Rücktritte bei der Ortsfeuerwehr Diepholz

Zwei Rücktritte bei der Ortsfeuerwehr Diepholz
Vermisstensuche am Dümmer See: Passanten finden Kleidung und Ausweis

Vermisstensuche am Dümmer See: Passanten finden Kleidung und Ausweis

Vermisstensuche am Dümmer See: Passanten finden Kleidung und Ausweis

Kommentare