Nach Verunreinigung eines Stuhrer Brunnens prüft Polizei, ob Straftat vorliegt

OOWV: „Stuhrer Trinkwasser ist sauber“

Das Stuhrer Trinkwasser ist nach Angaben des zuständigen Verbands nicht mit Fäkalbakterien verunreinigt.
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Das Stuhrer Trinkwasser ist nach Angaben des zuständigen Verbands nicht mit Fäkalbakterien verunreinigt.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Zwar soll ein in Stuhr stehender Brunnen die Ursache für die E.coli-Bakterien im Delmenhorster Trinkwasser sein (wir berichteten), die Stuhrer Haushalte sind von der Verunreinigung aber nicht betroffen. Das bestätigt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf Nachfrage. Er versorgt unter anderem die Gemeinde Stuhr. Aus dem verunreinigten und inzwischen stillgelegten Stuhrer Brunnen beziehen die Delmenhorster Stadtwerke ihr Trinkwasser für die Stadt.

Die Brunnen des OOWV stehen nicht in Stuhr, sondern laut Pressesprecher Gunnar Meister in Harpstedt, Wildeshausen und Großenkneten. Zwar liefere der Verband auch Wasser nach Delmenhorst, aber auch Kunden im Grenzgebiet zu der kreisfreien Stadt müssten sich nicht sorgen: „Ein Rückfluss von verunreinigtem Wasser in das Versorgungsnetz des OOWV ist wegen der einseitigen Fließrichtung nach Delmenhorst und technischen Vorkehrungen nicht möglich“, teilt Meister mit.

Das Trinkwasser unterliege „strengsten Kontrollen unseres Labors sowie der Gesundheitsämter“. Die Qualität werde zudem in den Wasserwerken „laufend überwacht. Eine darüber hinausgehende bakteriologische Analyse findet planmäßig 14-tägig statt. Tatsächlich wird das Wasser noch öfter auf Keime überprüft, weil die Wasserwerke in der Regel mehrere Landkreise versorgen, in denen die Gesundheitsämter jeweils für die Überwachung zuständig sind.“ Alle vorliegenden Analysen aus den Versorgungsnetzen der Wasserwerke Großenkneten, Wildeshausen und Harpstedt seien vollständig bakteriologisch einwandfrei und zeigten keine Auffälligkeiten, betont Meister.

Laut den Delmenhorster Stadtwerken waren die E.coli-Bakterien über die Landwirtschaft und das Regenwasser ins Wassernetz gelangt. Das Unternehmen betreibt nach Angaben der Pressesprecherin Britta Fengler insgesamt zwei Brunnen in Stuhr.

Die Polizei in Diepholz prüft derzeit, ob und gegen wen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Es sei derzeit nicht klar, ob eine Straftat vorliege, sagte Pressesprecherin Uta-Masami Münch. „Wir haben noch niemanden im Visier.“ Derzeit prüften die Stadtwerke, wie es zu den Verunreinigungen kommen konnte. „Von deren Erkenntnissen hängt es ab, wie wir weiter vorgehen“, so Münch.

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