Nach dem Feuer der Sturm

Keine Ruhe für die Einsatzkräfte aus der Gemeinde Stuhr - mehrere Notfälle

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Am Samstag war der Sturm dann der Haupt-Einsatzgrund.

Stuhr - Von Julia Kreykenbohm. Die Feuerwehrleute der Gemeinde Stuhr kamen nicht zur Ruhe. Mehrere Einsätze am Freitag und Samstag hielten sie auf Trab. Besonders brenzlig war ein Dachstuhlbrand in Kuhlen.

Die Bewohner eines Hauses an der Schwäbisch-Hall-Straße hatten das Dach in Brand gesetzt, als sie versuchten, ein Wespennest im Dachüberstand mit einem Gasbrenner zu entfernen, schildert Feuerwehrsprecher Christian Tümena. Dabei geriet das Holz in Brand und das Feuer breitete sich bis zum Giebel aus. Kurz nach 19 Uhr heulten dann die Sirenen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Bewohner und Nachbarn bereits mit einem Gartenschlauch erste Löschversuche unternommen. Da niemand mehr im Gebäude war, konnte sofort mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Dazu ging ein Trupp unter Atemschutz mit einer Wärmebildkamera in das Gebäude, um den Brandherd zu lokalisieren. Ein weiterer Trupp ging ebenfalls unter Atemschutz über Leitern auf das Dach. Als keine Flammen mehr zu sehen waren, wurde die Dämmung in dem betroffenen Bereich komplett entfernt und das angebrannte Holz mit einer Säge herausgetrennt.

„Durch die schnelle Alarmierung der Feuerwehr und das schnelle Eingreifen konnte ein erheblicher Schaden verhindert werden“, kommentiert Tümena. Aufgrund der hohen Temperaturen sei die Belastung besonders für die Einsatzkräfte unter Atemschutz extrem gewesen. Die Bewohner des Gebäudes wurden während des Einsatzes vom Rettungsdienst betreut. Der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

Am Freitag hielten Brände wie der an der Heiligenroder Straße die Feuerwehrleute auf Trab.

Christian Tümena greift die Entstehung dieses Feuers noch einmal auf und betont ausdrücklich: „Die Feuerwehr weist darauf hin, dass ein Wespennest am Gebäude auf gar keinen Fall mit einem Gasbrenner oder anderweitig flammenbildendem Gerät bekämpft werden darf.“ Er empfiehlt: Wenn durch ein Nest Gefahr besteht, die Feuerwehr rufen!

Bereits um 17.18 Uhr, waren die Ortsfeuerwehren Heiligenrode, Fahrenhorst, Stuhr und Seckenhausen per Sirene und Meldeempfänger zu einem Flächenbrand an die Ecke Heiligenroder Straße/ Kornweg gerufen worden. Da Gefahr bestand, dass das Feuer vom Acker auf angrenzende Gebäude überspringt, bauten die Einsatzkräfte zunächst eine Riegelstellung auf. 

Mitarbeiter der Firma Hackfeld aus Heiligenrode kamen mit einem Radlader zu Hilfe, um die abgelöschten Flächen sofort umzugraben und damit ein erneutes Auflodern des Feuers zu verhindern. Ein Feuerwehrmann musste brach sich bei einem Sturz einen Arm und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Sturmschäden nach einem Gewitter mussten am Samstag beseitigt werden

Als Fehlalarm hatte sich ein Einsatz um 15.50 Uhr herausgestellt. Die Feuerwehr Groß Mackenstedt war mit dem Stichwort „unklare Rauchentwicklung“ alarmiert worden. An der Straße Am großen Heerweg hatten Anwohner eine Rauchwolke gesehen und einen Flächenbrand vermutet. Die Feuerwehrleute fanden jedoch nichts und brachen den Einsatz wieder.

Am Samstag ging es dann weiter – weg von der Hitze und hin zum Sturm: Gegen 14.30 Uhr wurde die Feuerwehr Seckenhausen zu mehreren Einsätzen alarmiert. An der Straße Hinter dem Felde sowie an der Dorfstraße, mussten nach einem Gewitter verschiedene Sturmschäden beseitigt werden. An zwei Gefahrenstellen sägten die Feuerwehrleute größere Äste aus den Bäumen.

Gegen 19.20 Uhr wurde auch die Feuerwehr Stuhr alarmiert: An der Moordeicher Landstraße drohten mehrere große Äste aus einer Eiche auf die Fahrbahn zu stürzen. Die Feuerwehrleute entfernten die Äste mit der Kettensäge und räumten anschließend die Fahrbahn wieder frei. Die Moordeicher Landstraße war für eine knappe Stunde voll gesperrt. Dadurch kam es auch zu Verzögerungen für die Buslinie 55 der BSAG in Richtung Brinkum, die vor der Absperrung warten musste.

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