Das Repertoire voll ausgespielt

Musikerinnen-Trio „Las Lloronas“ begeistert Zuhörer im Stuhrer Ratssaal

Das Trio „Las Lloronas“, bestehend aus (v.l.) Amber in’t Veld, Marieke Werner und Sura Solomon, auf der Bühne des Stuhrer Rathauses.
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Das Trio „Las Lloronas“, bestehend aus (v.l.) Amber in’t Veld, Marieke Werner und Sura Solomon, auf der Bühne des Stuhrer Rathauses.

Stuhr – Im Rahmen des Festivals „Women in (e)motion“ gastierte am Freitag das multinationale, mehrsprachige Frauen-Trio „Las Lloronas“ im Stuhrer Rathaus. Die drei Musikerinnen aus Belgien ließen gleich mit ihrem ersten Stück „Lágrimas“ (spanisch für Tränen) keinen Zweifel daran, dass sie mit ihren Instrumenten und ihren Gesangsstimmen Qualität auf hohem Niveau präsentieren werden.

Viele der vorgetragenen Stücke stammen von ihrem Debüt-Album „Soaked“, das 2020 veröffentlicht wurde. Mit Gitarre, Ukulele, Akkordeon und Klarinette verstanden es die drei jungen Frauen Amber in’t Veld, Sura Solomon und Marieke Werner vorzüglich, einfühlsame, zuweilen auch melancholische Melodien auf die Stuhrer Bühne zu zaubern, die man am besten mit „Weltmusik“ umschreiben kann. Spanischer Folk, Klezmer, Blues und Hip-Hop-Rhythmen lassen sich unterordnen.

Vielfältige Mischung

Eine Mischung aus Traurigkeit und Leichtigkeit haben nahezu alle Lieder gemeinsam. Die Zuhörer im ausverkauften Ratssaal wurden unvermittelt in den Bann der vielfältigen Klänge gezogen. Auch a cappella vorgetragene Stücke begeisterten aufgrund des präzisen Harmoniegesangs von Las Lloronas. Mit Fußstampfen und Klopfen auf den Holzinstrumenten oder ihren eigenen Oberkörpern, wie beim Stück „Creature“, gaben die Sängerinnen dabei den Herzschlag-Rhythmus vor.

Die von Gitarristin Amber in’t Veld und Sura Solomon (Ukulele und Akkordeon) 2017 zunächst als Duo gegründete Musikgruppe wurde erst vor zwei Jahren durch die Klarinettistin Marieke Werner zum Trio ergänzt. Die drei spielten schon als Studentinnen in verschiedenen Bands und fanden ihr erstes Publikum bei Straßenkonzerten. Die inzwischen viel beschäftigte Gruppe blickt in 2021 auf zahlreiche Konzerte insbesondere in Belgien zurück. Neben dem Konzert in Stuhr hatte das Trio am Sonnabend noch einen Festival-Auftritt in Worpswede.

Mehr Zeit fürs Publikum als gewöhnlich

„Wir hatten heute schon einen großen, langen Tag. Wir haben im Radio Interviews gegeben. Das war ziemlich aufregend“, sagte Marieke Werner, bevor sie das Stück „Maria la Portuguesa“ ankündigte. Sura Solomon freute sich, dass die Band an diesem Abend mehr als sonst über die Stücke erzählen konnte. Normalerweise sei auf Festivals, an denen sie teilnehmen, nicht viel Zeit für Erklärungen. „Ehrlich gesagt, das nächste Lied ‚Bukra’ ist etwas traurig. Es bedeutet ‚Morgen’ und berichtet auf Arabisch von den Träumen eines Teenagers von Frieden und der Hoffnung, dass es jeden Tag ein bisschen besser wird.“ Von einer Phantasiekreatur, dem Hexenschmetterling, handelte das spanische Stück „La bruja Mariposa“.

Manchmal ließ das Trio das Publikum nach kurzer Einweisung mitsingen. „Der Text bedeutet nichts und es ist ganz einfach“, machte Akkordeonistin Sura Solomon dem spontanen Chor Mut, in den Refrain einzustimmen. Auch für die gesangliche Mitwirkung beim sehr melodiösen Lied „Seasick“ (Seekrank) ernteten die Zuhörer Lob von der Bühne.

Nach fast zwei Stunden Unterhaltung verlangte das lautstark applaudierende Publikum nach einer Zugabe. „Wir haben alles gespielt, was wir haben“, bedauerte Solomon und versprach, beim nächsten Besuch mit neuen Liedern zurückzukommen.

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