Sommerfest der Kirchengemeinde Heiligenrode

Musik als roter Faden

Viel Spaß hatten die Sprösslinge beim Kindersingen mit der Brasilianerin Livia Rosa (l.). - Foto: Ehlers

Heiligenrode - „Ich lade gern mir Gäste ein“ – das gilt nicht nur für den Prinzen Orlofsky aus der Operette „Die Fledermaus“, sondern auch für die Kirchengemeinde in Heiligenrode. Am Sonntag öffneten sich alle Türen der Kirche, des Gemeinde- und des Pfarrhauses für ein buntes, fröhliches Sommerfest. Das begann am Vormittag mit einem Gottesdienst und einer silbernen Konfirmation. Aus Travemünde reiste dafür die ehemalige Stuhrerin Pamela Wagener an und blieb wegen des bunten Programms sowie den vielen ehemaligen Bekannten und Freunden aus ihrer Jugendzeit lange über den Gottesdienst hinaus.

Musik zog sich als roter Faden durch die Veranstaltung. Bereits zum Gottesdienst trat der Pop- und Gospelchor „Chorisma“ auf. Zur Mittagszeit folgte ein Konzert des Posaunenchores, während es aus Richtung Grillstation und bei den Waffelbäckern verführerisch duftete.

Etwas zum Hören und zum Gucken brachte die bunt gekleidete Trommelgruppe „Sambrassa“ mit. Ihre blau-roten Glitzerkostüme sorgten während des ganzen Festes für besondere Hingucker auf dem großen Gelände.

Dort hatte sich auch der TSV Heiligenrode etwas einfallen lassen. Monika Wendtorff und Tochter Daniela boten Einführungen ins Kunstturnen auf einer großen Matte. Die „Pfadis“ lockten ans Lagerfeuer, und 100 Schulbrote hatte die örtliche Bäckerei zu Gunsten des Umbaus der alten Schule gebacken (wir berichteten). Bereits am frühen Nachmittag hatte Wolfgang Pabst, Vorsitzender des Heiligenroder Fördervereins, so gut wie alle verkauft.

Gutes für die alte Schule konnten die Besucher auch nebenan mit einer ungewöhnlichen Patenschaft tun. Mit 5 Euro waren sie für die Reinigung eines Stuhles aus dem Gemeindesaal dabei, mit 20 Euro für einen neuen Bezug. Der Gesamterlös für das Bauvorhaben beläuft sich auf 1500 Euro.

Aber nicht nur mit Blick auf das Spendenaufkommen ließ sich das Organisationsteam mit Pastorin Tabea Rösler einiges einfallen. Für den Nachwuchs etwa ging es auf die Spielwiese. Die war erstmals im Pfarrgarten aufgebaut worden und lockte mit Nagelklopfen, Sackhüpfen, Dosenwerfen und Gummistiefelweitwurf. „Ein Gummistiefel landete sogar im Klosterbach“, berichtete Röslers Ehemann Matthias Breitkreuz. Besonders stolz war er auf seinen grünen Daumen. Seit dem Einzug der Pastorenfamilie mit Söhnchen Elias hat er aus dem brach liegenden Garten eine grüne Oase mit vielen Apfel- und Walnussbäumen sowie Kräutern und Staudenbeeten gemacht. Einige Ableger bestückten auch die reichhaltige Tombola, deren Erlös ebenfalls dem Umbau zugute kam.

Als das weithin hörbare Glöckchen von Pastorin Rösler ertönte, ging es wieder in Richtung Kirche. Zum Kindersingen – auch mit vielen Erwachsenen – hatte die Musikerin Livia Rosa eingeladen. Ob Kopf, Fuß oder Stimme – bei den munteren Liedern war alles gefragt. Immer mehr kleine Besucher trauten sich nach vorne. Schließlich hüpfte und sang die ganze Kirche mit.

Entsprechend in Fahrt gekommen und mit guter Laune versehen, begrüßten die Besucher zum Ende des Festes noch einmal den Chor „Chorisma“. Der verabschiedete mit dem Auftritt seine Interimsleiterin Agata Ciurkot, die seit Anfang des Jahres Karola Schmelz-Höpfner in deren Babyphase vertreten hatte.

ak

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