Stuhrer hat eine Sammlung von 12 000 Werkzeugen zusammengetragen / Besucher aus aller Welt

Ein Museum als Geheimtipp

Hobel aus vielen Epochen und aus aller Welt hat Dietrich Dittmar in seinem kleinen Museum gesammelt.

Stuhr - STUHR (pe) · Es kommen ganze Busse voller Besucher. Ja sogar Gäste aus Übersee sehen sich in der deutschlandweit einmaligen Sammlung um. Die Gemeinde Stuhr hat ein richtiges Museum, aber kaum jemand hat bislang so recht Notiz davon genommen. Kein Wunder, nicht einmal ein Schild weist auf die Einrichtung hin.

Auf einem alten Hof an der Stuhrreihe hat der Tischlermeister Dietrich Dittmar seit 1995 seine Sammlung von 12 000 Werkzeugen und Maschinen zusammengetragen.

In Fachkreisen, zum Beispiel bei den Tischlerinnungen in ganz Deutschland, hat sich die Einrichtung schon einen Namen gemacht. „Von den Nachbarn war aber noch niemand hier“, wundert sich Dittmar.

Der 79-Jährige stammt aus Moordeich, wo er als kleiner Junge seinem Großvater beim Schreinern zugesehen und geholfen hat. „Der war Landwirt, und die haben früher alle selbst getischlert“, erinnert sich Dietrich Dittmar an Kindheitstage. Für ihn stand fest: „Ich werde Tischler!“ Seinen Berufswunsch hat das Stuhrer Urgestein verwirklicht und als Meister eine eigene Tischlerei im benachbarten Huchting aufgebaut. Die führt heute der Sohn, und wenn er kann, hilft Dietrich Dittmar noch mit.

„Ich mag nichts wegwerfen“, sagt er und erklärt, wie seine stattliche Kollektion von Hobeln und anderen Werkzeugen zusammen kam.

Mit einigen hat Dittmar noch selbst in seiner Werkstatt gearbeitet. Und auch viele Raritäten hat sich der Tischlermeister gesichert. Sein ältester Hobel stammt aus dem Jahr 1786. Und der kleinste misst gerade mal einen guten Zentimeter. Er funktioniert tatsächlich und wird von Geigenbauern in Japan benutzt. Auch aus China, Indien, Australien oder Neuseeland verfügt Dittmar über Exponate.

Wie kommt er an all diese Schätze aus nah und fern? „Beziehungen“, sagt der Sammler. Freunde, Berufskollegen Verwandte, Kunden und Mitarbeiter bringen ihm von Reisen ins In- und Ausland gern etwas mit. „Mittlerweile bekomme ich die Ausstattung von ganzen Werkstätten angeboten, die sich auflösen“, freut sich der „Museumsdirektor“. Doch der Platz auf dem Hof in Stuhr ist begrenzt, oft muss Dittmar schweren Herzens abwinken.

Das Museum an der Stuhrreihe hat keine festen Öffnungszeiten, nach Vereinbarung führt Tischlermeister Dittmar gern Gäste durch die Räume. Auskunft gibt er unter der Rufnummer 0421/58 56 27.

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