Lise-Meitner-Schule veranstaltet wieder Spendenlauf

Schwitzen fürs Jugendhaus und ein Projekt in Tansania

Schülersprecher Emre Vatansever und seine Stellvertreterin Annika Hinke organisieren mit der Schülervertretung den Spendenlauf. Lehrer Juraj Sivulka unterstützt sie dabei. - Foto: Ehlers

Moordeich - Von Andreas Hapke. Unter das Motto „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat die Schülervertretung der KGS Moordeich ihren Spendenlauf am Freitag, 2. Juni, gestellt. Es ist bereits die zweite Veranstaltung dieser Art an der Lise-Meitner-Schule. Im ersten Anlauf vor drei Jahren war die erstaunliche Summe von 10 000 Euro zusammengekommen.

Um Punkt 9 Uhr begeben sich Schüler der fünften bis siebten Klassen auf die 700 Meter lange Runde, um diese möglichst oft zurückzulegen. Start und Ziel ist die überdachte Freifläche am Haupteingang. Insgesamt machen mehr als 400 Mädchen und Jungen aus 18 Klassen mit. „Das ist eine Pflichtveranstaltung“, sagt Schülersprecher Emre Vatansever, der mit seiner Stellvertreterin Annika Hinke dem Planungsteam der Schülerschaft vorsteht. Unterstützung erfährt der Nachwuchs von der Referendarin Petra Brinker und Lehrer Juraj Sivulka, die die Gesamtleitung haben. Weitere Lehrer sind als Streckenposten und Rundenzähler im Einsatz. Schüler einer achten und zehnten Klasse des Gymnasiums stellen ebenso Posten. Sie helfen zusätzlich beim Aufbau und bei der Entsorgung des Mülls.

Im Vorfeld müssen sich die Läufer um Sponsoren kümmern, die ihnen entweder einen bestimmten Betrag pro gelaufene Runde oder eine pauschale Summe zahlen. Jeder Schüler muss vier Blöcke à 20 Minuten absolvieren. In den ebenfalls 20-minütigen Pausen gibt es Kuchen, Obst und Getränke. Laut Emre Vatansever schaffen die „sportlichen Schüler“ gut 20 Runden.

Fit ins Ziel kommen 

Doch darum geht es dem Schulleiter Jürgen Böckmann gar nicht. „Mir ist lieber, die Kinder laufen eine Runde weniger und kommen dafür fit und gesund ins Ziel“, sagt er. Der Leistungsgedanke stehe nicht im Vordergrund, das Ganze habe eher einen symbolischen Charakter. „Und vielleicht entwickelt der eine oder andere Teilnehmer Interesse am Laufen.“

Vor drei Jahren hatten die Schüler mit den Einnahmen Pakete für Flüchtlinge in der Gemeinde geschnürt und die neu angekommenen Familien zu Spiel und Spaß in das Jugendhaus „No Moor“ eingeladen. Diesmal wollen sie den Erlös zur Hälfte auf ein regionales und ein globales Projekt verteilen.

Sinnvolle Projekte fördern

Zum einen sollen Jugendliche aus weniger betuchten Familien in den Herbstferien die Möglichkeit haben, im „No Moor“ die Sprayer-Kultur kennenzulernen. Ein ähnliches Projekt mit einem professionellen Künstler aus Oldenburg lief bereits in den Osterferien (wir berichteten). Sollte Geld übrig bleiben, ist auch das für soziale Projekte der Einrichtung gedacht.

Zum anderen fließt Geld in die Organisation „Upendo Daima“ – zu deutsch: bedingungslose Liebe – in Tansania, die ausgestoßenen und verwaisten Kindern eine Familie und ein Zuhause bieten will. Der Kontakt entstand über Lehrerin Cornelia Geers, die sich seit mehreren Jahren für „Upendo Daima“ einsetzt. Die Schülervertretung (SV) möchte zusätzlich Bälle und Trikots nach Tansania schicken. „Die sind da alle fußballverrückt“, sagt Emre Vatansever. Er habe schon eine Anfrage an Werder Bremen gestellt.

Gewinne gesucht 

Seit ungefähr eineinhalb Monaten trifft sich die SV ein Mal pro Woche, um die Veranstaltung vorzubereiten. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. „Wir haben bei Supermärkten wegen Obst angefragt. Wir benötigen auch noch Gewinne für die Siegerehrung“, sagt Emre Vatansever. 

Die besten Mädchen und Jungen pro Jahrgang wollen er und seine Mitstreiter mit einem Preis belohnen, bei gleichen Rundenzahlen kommen schnell mehr als sechs Preise zusammen. Die SV hat bei den Sportläden Burdenski und Intersport nachgefragt, Sivulka bei Karstadt.

Böckmann ist begeistert ob eines solchen Einsatzes: „Außergewöhnliche Veranstaltungen brauchen ein außergewöhnliches Engagement. Das ist hier vorhanden.“

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