200 mal im Monat unterwegs

Positive Bilanz nach vier Monaten Rettungswache in Brinkum

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Die Rettungswache Brinkum an der Hermannstraße ist seit vier Monaten eigenständig.

Brinkum - Von Julia Kreykenbohm. „Gut bis sehr gut.“ Das ist das Fazit, das Klaus Speckmann, Leiter des Fachdienstes für Ordnung und Sicherheit nach vier Monaten zieht, in denen der landkreiseigene Rettungsdienst die frühere DRK-Rettungsstation an der Hermannstraße in Brinkum betreibt.

„Die Mannschaft, die sich neu zusammensetzte, hat gut zusammengefunden“, sagt Speckmann auf Nachfrage hörbar zufrieden. Und Langeweile komme bei den zehn Mitarbeitern nicht auf. An die 200 Einsätze haben sie pro Monat. Die meisten Notrufe kämen aus der Gemeinde Stuhr, einige aus Weyhe und ganz selten auch mal aus Ristedt oder Bremen.

„Das sind überwiegend Notfälle und nur wenige Krankentransporte, wie sie meist im direkten Umfeld von Kliniken angefordert werden, zum Beispiel in Bassum.“ Dass manche Menschen auch wegen Kleinigkeiten den Rettungsdienst bemühen, komme auch in Brinkum vor, allerdings sei es dort nicht anders als im gesamten Landkreis, so Speckmann.

Gute Zusammenarbeit mit Feuerwehren

Was ihn sehr freue, sei die seiner Meinung nach tolle Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Brinkum und Groß Mackenstedt. Diese sei vor allem bei Einsätzen auf der Autobahn Gold wert, die immer etwas besonderes darstellten. „Gerade angesichts der schwierigen Situation, bedingt durch die Baustellen auf der A1, können die Mitarbeiter der Rettungswache auf die langjährige Erfahrung und die Taktiken der Feuerwehrleute zurückgreifen und davon profitieren.“

Apropos Baustellen: Auch die Arbeiten auf den übrigen Straßen stellen die Nothelfer im Moment vor Herausforderungen, da sie diese immer im Blick haben müssen, wenn sie ausrücken, um möglichst schnell am Einsatzort zu sein. Was hingegen besser als erwartet funktioniere, sei die Zusammenarbeit mit der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

Kooperation mit Krankenhäuser wird verbessert

Und was kommt in Zukunft auf die Rettungswache zu? „Zurzeit wird gerade das System Ivena in verschiedenen Wachen eingeführt. Mithilfe dieser Software kann die Leistelle nachschauen, welches Krankenhaus gerade Kapazitäten und auch die passende Ausstattung für den Patienten hat. Dementsprechend schickt sie den Rettungswagen dorthin und ,bucht' auch schon gleich ein Bett in der Klinik. Dort wiederum kann sich das Personal schon mal auf den Patienten vorbereiten“, erläutert Speckmann. Wo früher telefoniert werden musste, kann nun alles mit ein paar Klicks arrangiert und so Zeit gespart werden.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist ein eventueller neuer Standort für die Rettungswache Brinkum. „Wir würden sie gern etwas weiter westlich ansiedeln. Zum einen, um diesen Bereich besser abdecken zu können und zum anderen, weil das jetzige Gebäude keine optimalen Bedingungen für den Rettungsdienst bietet. Es ist gut – aber nicht ideal“, sagt Speckmann. Bislang sei die Suche jedoch ergebnislos verlaufen.

juk

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