Tag der Begegnung in der KGS Brinkum

Momente, die berühren und Hoffnung machen

Die sechsjährige Alia freut sich schon auf den Moment, wenn ihr Windlicht am „Baum des Lebens“ aufleuchten wird. - Foto: bt

Brinkum - Am Tag der Begegnung gab es am Samstag in der Mensa der KGS Brinkum mehrere berührende Momente. Momente, die Hoffnung machten und die Worte der Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ bestätigten. Einen Beitrag dazu leisteten die an der Vorbereitung beteiligten Gruppen um Fathma Athenhan und Katja Schauland. „Es ist wunderschön, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben“, sagte Fathma Athenhan und dankte den Helfern.

Vor dem Gebäude standen drei Kicker-Tische, die ständig besetzt waren. In der Empfangshalle hatte der Verband Galabau-Nordwest einen Stand bezogen, denn ein Anliegen dieser Veranstaltung war es, Flüchtlingen Wege in die Arbeit aufzuzeigen. Wie ihnen das bereits gelungen war, erzählten sieben junge Leute in einer Endlosschleife. Den Film hatte die Medienwerkstatt aus Interviews zusammengestellt.

Da der Spracherwerb den Einstieg in die Arbeitswelt erheblich erleichtert, warb das Projekt „Seventeen Tandem“ der Uni Bremen um Jugendliche, die bereit sind, eine Sprachpartnerschaft mit Migranten zu übernehmen.

Lars Janssen, der Fachbereichsleiter Soziale Dienste der Gemeinde Stuhr, hatte die Teilnehmer begrüßt und sich bei allen bedankt, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Begrüßt wurden die Teilnehmer auch vom Imam der Ahmadyya-Gemeinde, Salman Shah. „Liebe für jeden, Hass für keinen“, sei das Motto seiner Gemeinde. Er lud zum Tag der offenen Tür am 3. Oktober von 11 bis 18 Uhr in die Moschee am Rodendamm ein. Auch Pastor Detlef Kohrssen sprach Grußworte.

In der Mensa hatte die Kunstschule Kuss einen Stand aufgebaut, an dem Kinder unter dem Motto „Was wünscht du dir für deine Zukunft?“ ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten. Viele Herzen waren das Ergebnis, aber auch Konkreteres: „Ich wünsche tollen Wagen“, hieß es da auch.

Windlichter bastelten die Damen des Sozialverbands mit den Kindern. Diese Windlichter wurden später an einen großen Baum gehängt und leuchteten auf, als der Spontanchor unter der Leitung von Britta Eidens und Florian Krämer „Der Baum des Lebens“ sang. Dabei handelt es sich um einen Song von Peter Maffay, der für viel Gänsehaut sorgte. Bei weiteren Liedern we „Rock my soul“ und „Siyahamba“ groovte die Mensa.

Laut und lebhaft war es am Stand von „Sie(h) da“ und dem Flüchtlingsnetz, wo Kinder selbst Buttons gestalteten und sich schminken ließen. Anerkennend blickten die Ehrenamtlichen des Cafés Kinderwagen die Schminkergebnisse an, während ihre Hände fleißig Stricknadeln bewegten. Sie strickten aus bunter Wolle kleine Quadrate, die später in der Nähstunde im MGH zu Kinderwagendecken zusammengefügt werden sollen.

Außer dem Spontanchor und der Trommelgruppe Sambrassa sorgten eine syrische und eine iranische Musikgruppe, die Horst Lilienthal engagiert hatte, für Musik. Und es wurde temperamentvoll getanzt. Es gab einen Rollatortanz und die Street-Dance-Formation „Befamous“ zeigte Tänze. - bt

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