Zwei hochrangige Konzerte

Moderne Musik aus Namibia und guter alter Rock ‘n’ Roll

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Der Chor „Collective“ aus Namibia kommt nach Stuhr. Am 22. Mai präsentieren die rund 20 Sängerinnen und Sänger ein abwechslungsreiches Programm.

Stuhr - Von Ulf Buschmann. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah’?“ Getreu dieser altbekannten Volksweisheit geht es in der Gemeinde Stuhr zu – unter anderem in Sachen Musik. Dafür stehen einerseits die St.-Pankratius-Stiftung, andererseits das Gut Varrel. Beide bieten demnächst wieder hochklassige Events an.

Am 22. Mai tritt der Chor „Collective“ in der Stuhrer Kirche auf, am 2. Juni ist auf Gut Varrel das „musikalische Kammerspiel“ mit dem Titel „Willie Kimbrough singt Elvis Presley“ zu sehen.

Birgit Bellmer ist voller Vorfreude. Die Ehefrau des Vorsitzenden der St.-Pankratius-Stiftung, Horst Bellmer wirbt für den Auftritt von „Collective“. Der erst vor knapp vier Jahren gegründete Chor aus Namibia macht im Rahmen seiner Tournee durch Deutschland auch Station in Norddeutschland. 

Oldenburg, Wilhelmshaven, Bremen, Hamburg und eben Stuhr stehen für Auftritte auf dem Plan. Dabei sollen die Sängerinnen und Sänger auch die Menschen kennenlernen. Unter anderem deshalb sind sie für zwei Nächte in zwölf Stuhrer Familien untergebracht.

Doch nicht nur sie möchten dafür sorgen, dass sich die Gäste wohlfühlen. Fürs Gelingen des Konzerts am 22. Mai sind laut Hellmer auch viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Die Besucher dürfen sich dafür auf einem Mix aus traditioneller Volksmusik, Gospels und moderner Musik ihres Heimatlandes freuen.

Musiker aus unterschiedlichen Volksgruppen

Das Besondere an „Collective“ sei seine Zusammensetzung, erklärt Hellmer. Die rund 20 Sängerinnen und Sänger im Alter von 27 bis 37 Jahren stammten aus unterschiedlichen Volksgruppen. Hinzu komme, dass sie ebenso unterschiedliche Backgrounds hätten: Sie sind Lehrer, Krankenschwestern, Studenten oder einfache Angestellte. Diese Melange setze eine große Energie frei.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Dafür bitten die Vertreter der St.-Pankratius-Stiftung die Besucher wie üblich um Spenden. Doch anders als bei anderen Veranstaltungen, werden damit nicht die Aufgaben der Stiftung finanziert. Vielmehr dienen die Erlöse in diesem Fall dazu, die Reise des Chors mit zu finanzieren. Damit die Sängerinnen und Sänger nämlich durch Deutschland reisen können, ist noch Geld notwendig. Dies habe es unter anderem vom National Arts Council Namibias gegeben. Der Zuschuss sei für die Flugtickets verwendet worden, sagt Bellmer.

„Musikalisches Kammerspiel“

Musikalisch in eine andere Richtung geht es am Sonnabend, 2. Juni, ab 20 Uhr auf Gut Varrel. „Willie Kimbrough singt Elvis Presley“ heißt die Produktion aus Bremerhaven – nach Angaben von Autor Olaf Satzer erwartet die Besucher ein sogenanntes musikalisches Kammerspiel. Der Begriff „Rockmusical“ sei formal nicht korrekt. „Bei uns gibt es die Songs von Elvis Presley und eine Geschichte dazu“, sagt Satzer.

„Willie Kimbrough singt Elvis Presley“ beschreibt die Suche des 16-jährigen Willie nach seiner eigenen Identität. Er beschließt, seine Mutter und seine Heimat zu verlassen, um seinen unbekannten Vater zu finden. Er weiß nur, dass er Amerikanischer war, der nach Bremerhaven kam. Auf der Setlist stehen die erfolgreichsten Elvis-Songs. Größere Experimente wollten die Macher nicht eingehen. „Der Inhalt ist schon Experiment genug“, sagt der Autor ein wenig schmunzelnd.

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