Gefängnisstrafe zur Bewährung

Mitarbeiterin bedient sich aus der Kasse

Stuhr - Wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in 18 Fällen hat das Amtsgericht Syke jetzt die ehemalige Kassiererin einer Firma in Groß Mackenstedt zu neun Monaten Gefängnis, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Ein erheblich vorbestrafter Mitangeklagter, ihr damaliger Freund, bekam elf Monate Gefängnis, ebenfalls zur Bewährung. Er hatte sich in zwei Fällen des Diebstahls schuldig gemacht. Die bislang unbestrafte Angeklagte versprach am Ende: „Ich will so etwas nie wieder machen.“

Die Frau hatte eine Vertrauensposition in der Firma gehabt und diese ausgenutzt, um sich über einen längeren Zeitraum sporadisch aus der Kasse zu bedienen. Irgendwann habe sie die Beträge nicht mehr, wie geplant, zurücklegen können, erklärte die Frau. Das entwendete Geld hatte sie für persönliche Einkäufe verwendet.

Zur Frage der Strafrichterin, wer die Idee zu den Taten gehabt hatte, nannte sie den Mitangeklagten. Sie räumte die Vorwürfe ein, bis auf einen Diebstahlsfall, bei dem ein Geldbeutel mit etwa 5 000 Euro aus dem Tresor verschwunden war. Dieser Anklagepunkt wurde auf Antrag des Staatsanwaltes eingestellt.

Der Mitangeklagte hatte in einem Fall an seiner Arbeitsstelle einen Brief mit 200 Euro eingesteckt und das Geld für sich verbraucht. Im zweiten Diebstahlsvorwurf hatte er sich aus dem Tresor der Firma bedient, bei der die Mitangeklagte beschäftigt war. Dazu hatte er den Tresorschlüssel benutzt, den sie besaß.

Verteidigung beschreibt Alkoholproblem

Die Verteidigung des Mannes führte dessen exzessives Alkoholproblem ins Feld und sein Bemühen, dagegen anzugehen. Die entwendeten 200 Euro aus dem Brief habe er sofort in Alkohol umgesetzt. Der Mandant sei sich inzwischen bewusst, dass er Hilfe brauche und habe sein Leben umgekrempelt.

Die Verteidigung der Angeklagten wies darauf hin, dass die Frau inzwischen gelernt habe, mit dem Geld zu haushalten, das sie zur Verfügung hat. Die Strafrichterin machte in der Urteilsbegründung unter anderem klar, dass der Frau die Taten leicht gemacht worden waren. Was den Angeklagten betraf, war die Richterin überzeugt, dass er eine Chance der Bewährung verdient hat. Nutzt er diese nicht, wird er wohl für längere Zeit ins Gefängnis müssen.

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