Ferienkurs Grafitti 

Minecraft, Pferde und Johnny Depp

Moordeich - Von Andreas Hapke. „Make it bright“ – „Lass es strahlen“ – heißt das Unternehmen, für das der Oldenburger Künstler Jesse Himme arbeitet. Auf den Kreativkurs im Moordeicher Jugendtreff „No Moor“ trifft das gleich in zweifacher Hinsicht zu. Dort entstehen in der zweiten Ferienwoche lebhafte Bilder, hergestellt von Mädchen und Jungen, die sichtlich Spaß bei der Sache haben. Unter Anleitung von Himme üben sich die 11- bis 14-Jährigen im Gestalten von Graffiti. „Durch Freihandsprühen oder in Schablonentechnik entstehen Bilder, die den Jugendlichen sonst sicher nicht möglich gewesen wären“, sagt Himme. Die „Mehrlagentechnik“ mit mehreren Schablonen lasse Bilder „fast schon dreidimensional wirken“.

Die Werke sind noch nicht fertig, aber auf einem guten Weg. Weit gediehen ist zum Beispiel das Graffito der 11-jährigen Anna, die sich als Motiv für ein „A“ in altdeutscher Schrift entschieden hat. Das soll nicht etwa „Anarchie“ bedeuten, wie Himme unter anderem wegen des roten Hintergrunds vermutet. „Es ist der Anfangsbuchstabe meines Vornamens“, sagt Anna.

Auf Annemaries Leinwand spiegelt sich die Leidenschaft für die Fernsehserie „Club der roten Bänder“ wider, die den Alltag mehrerer Jugendlicher in einem Krankenhaus darstellt. „I love cdrb“ steht in einem roten Kreuz auf hellblauem Untergrund, wobei die 14-Jährige für „love“ ein Herz als Symbol gewählt hat. Pferde, Johnny Depp und das Computerspiel Minecraft sind weitere Motive, die sich die jungen Künstler für ihre Werke überlegt haben. In der Wahl der Themen war der Nachwuchs frei. „Das motiviert“, weiß Himme. Einige der Bilder sollen noch für eine Weile im „No Moor“ ausgestellt werden. Welche, das hängt auch von der Bereitschaft der Jugendlichen ab. „Ab liebsten würden alle ihre Bilder sofort mit nach Hause nehmen“, sagt Himme, der das gut verstehen kann: „Das sind tolle Sachen, von denen ich selbst ganz begeistert bin.“

„Wir haben vor vier, fünf Jahren schon einmal ein Projekt zusammengemacht“, berichtet Einrichtungsleiterin Silke Amrhein. „Wenn es gut werden soll, dann mit Jesse“, lautete ihre Devise.

Rubriklistenbild: © imago

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