Neustart mit neuem Gesicht

Michael Marx betreut die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung in Stuhr

Michael Marx und Katrin Kurtz.
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Über kompetente Unterstützung in der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung durch Michael Marx freut sich die langjährige Beraterin Katrin Kurtz.

Stuhr – In der Gemeinde Stuhr startet in dieser Woche wieder die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EuTB) als Präsenzangebot. Wer dafür die Rathaus-Nebenstelle an der Stuhrer Landstraße 33 aufsucht, sitzt einem neuen hauptamtlichen Mitarbeiter der EuTB gegenüber.

Es ist Michael Marx, der die langjährige Beraterin Katrin Kurtz unterstützt und sich ab sofort um die Belange der Hilfesuchenden aus Stuhr kümmert. „Ich komme von hier, das bietet sich dann an“, sagt er. „Es ließen sich über kurze Wege Gespräche organisieren.“

Mehr als 30 Jahre lang war Marx im Südkreis des Landkreises Diepholz für einen großen Träger der Sozialhilfe tätig, für Bethel im Norden. Nun ist er aus der praktischen Arbeit ausgeschieden. Er befinde sich in Altersteilzeit, die er sinnvoll nutzen wolle. Bei Bethel im Norden habe er als Diplompsychologe mit psychisch kranken Menschen gearbeitet. Er habe auch „im Grenzbereich der pflegerischen Versicherung“, in dem sich ältere Menschen bewegen, seine Erfahrungen gesammelt. „Ich hoffe, dass ich meine Kenntnisse in sozialen Fragen weitergeben kann“, sagt Marx.

Ich hoffe, dass ich meine Kenntnisse in sozialen Fragen weitergeben kann.

Michael Marx

Seit 2019 ist die EuTB als kostenfreies, niederschwelliges Angebot Bestandteil des Beratungsspektrums in der Gemeinde Stuhr. Es richtet sich an Personen mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten Menschen sowie deren Angehörige.

Gegenstand der Gespräche sind sämtliche Leistungen des neunten Buchs des Sozialgesetzbuchs, das die Vorschriften zur Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Deutschland enthält. Darunter fallen unter anderem die medizinische Rehabilitation, die Teilhabe am Arbeitsleben und Fragen im Zusammenhang mit dem Integrationsamt.

Nur in der Elternberatung werden es die Hilfesuchenden nicht mit Marx zu tun haben. „Da bin ich spezialisiert, die würde ich auch in Stuhr übernehmen“, sagt Katrin Kurtz. Eine Rechts- und therapeutische Beratung dürfe die EuTB gar nicht anbieten.

Wegen des nach wie vor „wechselhaften Geschehens in der pandemischen Lage“ bittet Marx „über den Jahreswechsel“ hinweg darum, die Anliegen zunächst telefonisch vorzutragen. „Wenn die Fragestellung das hergibt“, könne auch die Beratung telefonisch erfolgen. Falls gewünscht, stehe er aber für ein Gespräch vor Ort zur Verfügung.

„Manchmal gibt es den Bedarf, sich vis-a-vis zu treffen. Bei Themen, die persönlich sind und einen schweren Hintergrund haben“, weiß Marx aus Erfahrung. Hausbesuche seien dann notwendig, wenn die Menschen nicht mobil seien.

Betroffene beraten Betroffene

Eine wesentliche Rolle für die EuTB spielt die Beratung auf der Basis des „Peer Counseling“, das heißt Betroffene beraten Betroffene. Menschen dafür zu gewinnen, gehöre ebenfalls zu seinen „vornehmlichsten Aufgaben“, sagt Marx. „Wer Kapazitäten hat, könnte seine Erfahrungen weitergeben. Welchen Weg bin ich selbst gegangen? Wo habe ich Unterstützung erhalten? Das ist hilfreich.“ Der Beratungsvorgang werde vorab geübt. „Was bringe ich wie rüber? Welche Nähe und Distanz muss ich halten?“ – unter anderem diese Fragen seien zu klären.

EuTB habe vieles verändert, findet Marx. Sie diene den Bürgern als Orientierungshilfe und habe es ihnen einfacher gemacht, sich in den Gesetzen zurechtzufinden. Oder wie Kurtz es formuliert: „Wir sind für die Betroffenen und deren Vertreter da, um herauszufinden, was sie brauchen und was für sie das Beste ist, nicht was der Kostenträger will.“

Für Behördengespräche und Erfahrungsaustausch

Auch bei Behördengesprächen zur Bedarfsermittlung könnten sie und ihr Kollege Marx dabei sein. „Damit die Betroffenen die richtigen Ziele formulieren.“ Teilweise würden sich Leistungen gegenseitig ausschließen, gibt Kurtz zu bedenken. „Das ist sehr komplex.“

Laut Marx „erleben wir es oft so, dass wir neue Gesetzestexte in eine verständliche Sprache übersetzen müssen. Was ist Bedarf, was ist Leistungsmöglichkeit? Das will gut austariert werden, damit Betroffene das bekommen, was ihnen zusteht.“

Information

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ist ab sofort jeden ersten und dritten Montag im Monat in der Zeit von 9 bis 12 Uhr an der Stuhrer Landstraße 33 für die Hilfesuchenden da. Termine können sie unter Telefon 0173 /43 94 0 40 bei Katrin Kurtz und Michael Marx vereinbaren.

Von Andreas Hapke

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