Messe „Haus, Energie und mehr“ im Rathaus / Übergabe der Ladestation „Sun Tree“

„Fotovoltaik nur für Eigennutzung“

+
Hans-Jörg Becker („Stuhr Plus“), Olaf Meyer-Runnebohm (Vorstand KSK) und Bürgermeister Niels Thomsen (v.l.) an der Ladestation „Sun Tree“.

Stuhr - Ums Energiesparen ging es am Sonntag bei der Messe „Haus, Energie und mehr“. Insgesamt zwölf Unternehmen und Institutionen hatten ihre Stände im Rathaus aufgebaut, um Verbraucher über dieses Thema zu informieren. Nach der Begrüßung durch Hans-Jörg Becker, dem Vorsitzenden des Vereins „Stuhr Plus“, der diese Messe ausgerichtet hat, ging es an die frische Luft. Ziel war die Ladestation für Elektrofahrzeuge, „Sun Tree“, die seit einiger Zeit auf dem Parkplatz zur Verfügung steht. Diese wurde der Gemeinde offiziell übergeben.

Zustande gekommen sei dieses Projekt durch eine Spende der Kreissparkasse Syke, einem Zuschuss der Gemeinde und der Beteiligung von „Stuhr Plus“, sagte Becker. Der Strom, der hier mit Solarzellen erzeugt wird, stehe den Nutzern von Elektrofahrzeugen kostenfrei zur Verfügung. Wenn kein Fahrzeug angeschlossen sei, fließe der Strom in das Nebengebäude der Feuerwehr, die damit Batterien auflädt. Sollte dort kein Strom gebraucht werden, profitiere das Rathaus davon. Für Abnehmer sei also rundum gesorgt, sagte Becker.

Alfred Cohrs von der Firma Cohrs Hausbau in Fahrenhorst stellte fest, wie wichtig eine gute Dämmung sei, um Wärmeverluste zu vermeiden. Durch mangelnde Isolierung von Fenstern, Türen, Außenwänden, des Daches und der obersten Geschossdecke gingen bis zu 65 Prozent der Wärme verloren.

Lutz Hollmann von der Firma Johann Hollmann Hoch- und Tiefbau setzte sich für eine Dämmung der Außenfassade mit Verblendern aus Stein ein. Diese seien handwerklich verfugt so gut wie wartungsfrei.

Auch bei der Stromversorgung sei viel Geld zu sparen, weiß Bernd Hoppe von der Firma Elektro-Hoppe. Eine Fotovoltaik-Anlage könne Einsparungen zwischen 80 und 90 Prozent bringen. Man sollte aber nur die Eigennutzung in Betracht ziehen, da sich wegen der Minimierung der Einspeisevergütung ein Verkauf von Strom allein nicht mehr lohne.

Volker Twachtmann von der Firma „Hechler & Twachtmann Immobilien“ erklärte den Energieausweis, der bei Verkauf oder Vermietung einer Immobilie erforderlich ist. Der Ausweis bestätigt das Alter der Anlagetechnik sowie den durchschnittlichen Verbrauch pro Quadratmeter genutzter Fläche und gibt eine Modernisierungsempfehlung. Er muss bereits bei der Besichtigung einer Immobilie zwingend vorgelegt werden, sonst droht ein Bußgeld bis zu 15000 Euro.

Am Stand der Firma Stahmann prangte in großen Buchstaben: „Gegen den Klimawandel kann man demonstrieren, debattieren oder installieren.“ Sein Unternehmen habe sich bei dieser Messe auf die Präsentation moderner Heizungsanlagen spezialisiert, erklärte Thomas Stahmann. Dabei spiele zum Beispiel das Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) eine Rolle.

Hans-Jörg Becker, freiberuflicher Bauingenieur und beim Verein „Stuhr Plus“ als Energie-Effizienz-Experte der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) tätig, ging auf die Bedeutung einer unabhängigen Fördermittelberatung ein. Bei der KfW gebe es günstige Kredite, das Angebot sei aber so vielfältig, dass es ohne eine Beratung kaum gehe.

bos

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Zwei Elfmeter-Tore: DFB-Elf zieht ins EM-Viertelfinale ein

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Bilder: Keine Nerven vom Punkt - DFB-Frauen siegen gegen Russland

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Schwimmer Wellbrock erreicht WM-Finale: "Riesig"

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Dienstag

Meistgelesene Artikel

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Sommerpicknick in Asendorf erfreut sich großer Beliebtheit

Auf Expedition im Maislabyrinth

Auf Expedition im Maislabyrinth

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

„Flieger in die Türkei sind ausgebucht“

Syker Haustechnik macht weiter – mit neuem Namen und alten Bekannten

Syker Haustechnik macht weiter – mit neuem Namen und alten Bekannten

Kommentare