Messe feiert im A1-Hotel Premiere / Vorträge von Experten und individuelle Tipps

Über die Gestaltung der Wohnung im Alter

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An den Ständen der einzelnen Messe-Aussteller sind individuelle Gespräche möglich.

Gr. Mackenstedt - Von Bernd Ostrowski. Ein Novum war die Veranstaltung, die am Sonnabend im A1-Hotel in Groß Mackenstedt über die Bühne ging. Die Rede ist von der Messe „Wohnen im Alter“, die sich hauptsächlich an die Senioren in der Gemeinde richtete. „Vor einiger Zeit hatten wir den Gedanken, mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen“, erklärte Gisela Hechler vom „Immobilienbüro Hechler & Twachtmann“ in Stuhr, das die Messe ins Leben gerufen hat.

Der demografische Wandel habe dafür gesorgt, dass heute bereits 40 Prozent der Einwohner 55 Jahre alt oder älter sind, erzählte Hechler.

Dass die Organisatoren mit ihrer Idee richtig lagen, ergab sich aus der Resonanz auf die Messe. Die Aussteller hatten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit diesem Thema beschäftigt.

Wenn jemand den Umzug in eine seniorengerechte Immobilie plant, geht das in den meisten Fällen mit dem Verkauf des bisherigen Wohnsitzes einher. In seinem Vortrag vor gut 25 Zuhörern erläuterte Volker Twachtmann, welche folgenschweren Fehler beim Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung zu vermeiden seien.

Er warnte in seinen Ausführungen vor sogenannten Haftungsfallen. Wer in seinem Angebot etwa eine falsche Quadratmeterzahl oder ein falsches Baujahr angebe, müsse nicht nur mit Regressansprüchen des Käufers rechnen, auch ein Bußgeld sei im schlimmsten Fall möglich. Seit Mitte des vergangenen Jahres sei beim Hausverkauf außerdem ein Energieausweis Pflicht.

Frank Donath, zertifizierter Wohnraumberater für den seniorengerechten Umbau, gab über Barrierefreiheit Auskunft. Selbst ein Läufer könne schon zur Stolperfalle werden. Auch Licht spiele eine nicht unwesentliche Rolle, da ältere Menschen mehr Licht bräuchten. So sei beispielsweise eine korrekte Ausleuchtung von Treppen wichtig. „Die Funzel von Oma Berta hat hier nichts mehr zu suchen“, scherzte seine Frau Gabriele Donath.

Michael Komossa von der Firma Trumpf-Bau bot altersgerechte Umbauten an, Ralf Sagehorn, Sachverständiger für das Bauwesen, stand für die individuelle Vorbereitung zur Verfügung. „Wir sagen Ihnen, was in Ihrem Haus machbar ist“, lautete sein Kommentar. Michael Wessels, Beauftragter für Kriminalprävention beim Landeskriminalamt, erklärte in seinen Ausführungen, wie wichtig heute der Einbruchschutz sei.

Weitere Vorträge folgten im Stundentakt. Rechtsanwältin Christiane Gudat aus Brinkum referierte über altersrelevante Dinge wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Steuerberater Mathias Webel beleuchtete Probleme aus erbschafts- und schenkungssteuerlicher Sicht.

Der Orthopädie-Techniker Werner Schämann beschäftigte sich mit der Mobilität im Alter, Susanne Schröder von der Volksbank Stuhr gab Tipps zum Thema Geldanlage.

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