Seit zwei Jahren

Mehrgenerationenhaus in der Kirche: „Wir sind auf einem guten Weg“

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Nicht nur ältere Semester, sondern auch Kinder spricht das Fahrenhorster Mehrgenerationenhaus an. 

Fahrenhorst - Von Angelika Kratz. Seit zwei Jahren hat der Dornröschenschlaf der Fahrenhorster Kapelle ein Ende gefunden. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) bringt frischen Wind in den Ortsteil. Zwar ist die Größe des gemieteten Raums in der Kirche am Warwer Sand im Vergleich zum Brinkumer MGH eher bescheiden, jedoch zunehmend voller Leben.

Dazu tragen die immer neuen Ideen aus dem festen Stamm des Organisationsteams um Gisela Gustavus, Peter Strohmeyer, Dirk und Ellen Jobmann, Beatrice Hinte, Reinhild Olma, Linda Bagge und Ute Jarzak, die auch die organisatorischen Fäden in der Hand hält, bei.

Allerdings wissen sie um die Schwierigkeiten, Neues zu etablieren. So hatte Reinhild Olma vor Weihnachten erstmalig zu einem Bilderbuchkino eingeladen. Dazu hatte sie zahlreiche Reklamezettel in die Fahrenhorster Briefkästen geworfen, trotzdem kamen nur drei Mädchen. „Ein Bilderbuchkino ist eine gute Sache, viele Kinder zu erreichen“, ist sich Olma sicher. Man brauche nur ein bisschen Geduld.

Durch Mundpropaganda ist das plattdeutsche Frühstück mit Peter Strohmeyer längst zu einem Renner geworden. Über zunehmend viele Gäste freut sich auch das „Klönschnack-Cafe“ mit Ehepaar Jobmann. Mit im monatlichen Programm steht zudem ein offener Spiele-Treff für „Goldies“, den Linda Bagge leitet und Menschen im besten Lebensalter mit entsprechender Zeit ansprechen soll. Zum „Quatschen-Stricken-Häkeln“ bei Tee und Gebäck lädt regelmäßig Ute Jarzak ein, und Beatrice Hinte ist für den Literaturzirkel verantwortlich.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Ute Jarzak und hofft, mit dem nötigen langen Atem das ihrer Erfahrung nach nicht einfache Fahrenhorster Klientel etwas aufzumischen und zusammenzubringen.

Als der Dorfladen schloss, der als Informationsquelle und Treffpunkt galt, war dringend eine neue Anlaufstätte gefordert. Gisela Gustavus kam auf die Idee eines MGH, das als Ableger des Brinkumer Schaumlöffelhauses ebenfalls von der Bürgerstiftung unterstützt wird.

Aus dem umfangreichen Ideenkatalog haben die Ehrenamtlichen das Trauercafé gestrichen. „Das läuft hier nicht, aber Essen und Trinken kommen gut an“, sagt Ute Jarzak. So muss auch Annegret Castens abwarten, ob ihr neues Angebot eines Kreativ-Nachmittages Teilnehmer findet. Für Montag, 23. Januar, ist um 15 Uhr ein erstes Treffen geplant.

Die meisten Veranstaltungen im Fahrenhorster MGH sind gratis, bei einigen Angeboten wird um einen geringen Beitrag gebeten. Das Sparschwein, das gerne gefüllt werden möchte, steht aber immer in Sichtweite. Neben den Spenden trägt auch der Erlös vom Weihnachtsmarkt in Heiligenrode zur Finanzierung bei. Die gestrickten Socken, Schals und Mützen ließen das Schweinchen freudig grunzen, denn schließlich müssen nicht nur die monatliche Miete, sondern auch die notwendigen Anschaffungen im MGH ge-stemmt werden.

Gesucht werden nicht nur viele Gäste in der Fahrenhorster Kapelle, sondern auch noch weitere ehrenamtliche Mitstreiter. Informationen gibt es bei Ute Jarzak unter der Telefonnummer 0421/80 39 00 oder im Internet.

www.mgh-fahrenhorst.de

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