Manfred Schidlo zeigt „Frühlingsboten“

Geheimnisse aus einer Druckwerkstatt

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Künstler Manfred Schidlo.

Sudweyhe - Von Angelika Kratz. „Frühlingsboten“ lautet das Motto seit Sonnabend in der Wassermühle Sudweyhe. Die stellt der Bremer Künstler Manfred Schidlo in Form von Druckgrafiken unter den uralten Balken aus. Zur Vernissage präsentierte sich die Natur passend zum Ausstellungstitel von ihrer besten Seite. Die Sonne schien durch die weit geöffneten Fenster und machte den vielen Scheinwerfern Konkurrenz. Am Klavier hatte Sören Tesch, Leester Chorleiter und Mit-Geschäftsführer der Musikschule Rothaus, Platz genommen.

„Den Skizzenblock habe ich im Auto gelassen“, gestand Schidlo mit einem breiten Lächeln hinsichtlich seiner sonstigen Gewohnheiten, Block, Stift und die kleine Digitalkamera stets bei sich zu tragen.

Oliver Regener, ein enger Künstlerfreund, wusste nur allzu genau von der Arbeitsweise des Manfred Schidlo zu berichten. Entsprechend heiter, amüsant und sehr verständlich gestaltete sich Regeners Laudatio. „Ich stehe regelmäßig neben Manfred an der Druckpresse und habe einen guten Einblick seines Schaffens bekommen.“ So nahm Regener die aufmerksame Zuhörerschaft mit auf eine interessante Reise zu Momenten, die man sieht und wieder nicht sieht, und einer Arbeit, die nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt wird.

Respekt und Anerkennung lagen in den Worten des „jungen Spundes“ hinsichtlich der unglaublichen Schaffenskraft einer Generation weiter. Schwieriger als man denkt sei es, eine zweidimensionale Fläche spannend zu gestalten. Daran wäre Manfred Schidlo bislang jedoch nicht gescheitert. Wissen, Erfahrung und Intuition träfen bei ihm passend aufeinander.

Manfred Schidlo scheint ein unermüdlicher Arbeitsmensch voller nicht versagender Ideenquellen zu sein. Die in der Wassermühle ausgestellten 20 Werke geben einen umfassenden Eindruck vom Handwerk und künstlerischem Tun in unterschiedlichsten Druckgrafiken. Das Kratzen, Pressen und Ätzen könne schon mal einige Jahre bis zur Zufriedenheit des Künstlers dauern. Oliver Regener wusste um die kleinen Geheimnisse in der Bremer Druckwerkstatt und verriet viel von der Experimentierfreudigkeit seines Freundes. „Ausprobieren und Weiterentwickeln“ ermögliche die Druckgrafik durch deren langsamen Aufbau eines Bildes. „Das braucht Zeit und Energie“, aber die scheint Manfred Schidlo zu haben.

„Suchen Sie sich einen Künstler und folgen Sie ihm“, riet Regener den Gästen, sich an die Fersen eines Kreativen zu heften und die Entwicklung über einen langen Zeitraum mitzuverfolgen.

Zu sehen sind die Blütenkelche, das grüne Blätterwerk, die Boote und die Reise nach Darß-Zingst noch bis zum 22. Mai jeweils sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags zwischen 11 und 17 Uhr.

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