Linda Bagge organisiert im Fahrenhorster MGH Spielenachmittag für Senioren

Mühle, Dame oder „Elfer raus“

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Linda Bagge organisiert den Spielenachmittag für Senioren im Fahrenhorster Mehrgenerationenhaus und hofft beim zweiten Treffen auf viele Interessierte.

Fahrenhorst - Linda Bagges Herz schlägt für Spiele: Egal, ob „Mensch ärgere dich nicht“, Mühle, Dame, Uno oder „Elfer raus“: Die Seniorin mag sie alle. Deswegen sagte sie auch gleich zu, als die Verantwortlichen des Fahrenhorster Mehrgenerationenhauses (MGH) fragten, ob sie Lust hätte, einen Spielenachmittag für Senioren zu organisieren und zu betreuen.

Vor allem die Klassiker der Brett- und Kartenspiele haben es der langjährigen Fahrenhorsterin angetan. Das Halma-Spiel hat sie sogar selber gestaltet. Oft genug hatte sie sich über umfallende Figuren auf einem dicht besetzten Spielfeld geärgert. „Wir werden alle älter“, sagt sie. Deshalb kam ihr die Idee eines ganz anderen Halmaspiels mit Figuren zum Stecken.

Auf der Rückseite der dicken Holzplatte zeugen noch verschiedene Bleistiftstriche von den vielen akribischen Versuchen, den sechsteiligen Stern optimal aufzuzeichnen. Bagges Sohn bohrte schließlich viele kleine Löchern in die 121 Felder. Passende Holzdübel wurden farbig angemalt, und nun können auch etwas zittrige Hände wieder bei dem beliebten Strategiespiel aus alten Zeiten mitmachen. Das Sternhalma ist übrigens eine deutsche Weiterentwicklung, die erstmalig im Jahr 1892 erschien.

Den Wunsch nach einem Nachmittag mit alten Spielen hatten die älteren Fahrenhorster selber, obwohl es bereits ein solches Abendprogramm gibt. „Aber viele mögen das Haus lieber zur Tageszeit verlassen, um etwas zu unternehmen“, weiß Bagge.

Dennoch verlief die Premiere der Spielgruppe „Goldies“ am Donnerstagnachmittag ernüchternd: Die Organisatorin blieb allein mit ihren Gesellschaftsspielen. „Ich verstehe das nicht“, zeigte sich die Seniorin angesichts der fehlenden Resonanz für das neue Angebot im MGH sehr betrübt. „Es ist schwierig, hier in Fahrenhorst etwas anzuleiern. Selbst wenn es Angebote gibt, geht keiner hin.“

Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf. „Hier können die Leute nicht nur spielen, sondern auch miteinander lachen und schwatzen“, zählt sie die Vorteile auf.

Am Donnerstag, 25. Februar, will das Team des Fahrenhorster Mehrgenerationenhauses eine zweiten Versuch wagen. Dann fungiert Ute Jarzak als Gastgeberin. Linda Bagge ist wieder am 24. März mit ihren Spielen in der Kapelle an der Straße „Zum Warwer Sand“ zugegen.

ak

www.mgh-fahrenhorst.de

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