Elke Drazenovic stellt Werke bei „Schmückers“ aus

Liebe zur Natur ist fühlbar

Elke Drazenovic hängt eines von 14 Werken auf. - Foto: ak

Moordeich - Von Angelika Kratz. Nicht nur in der Natur zeigen sich die Farben des Herbstes, sondern auch in Schmückers Restaurant in Moordeich. Dafür hat Elke Drazenovic mit ihren 14 Herbstbildern in Acryl, Öl und Aquarellfarben gesorgt.

In Mitten der Dekorationen der Gastronomin Anita Schmücker braucht das Auge schon eine Weile, um den Pinselstrich der Weyher Hobbymalerin zu entdecken. Es lohnt sich, Zeit mitzubringen und die Schätze des einen oder anderen Bildmotivs zu entdecken.

Seit 1982 malt Elke Drazenovic überwiegend gegenständlich und hat sich den unterschiedlichen Techniken mit Hilfe professioneller Unterrichtsstunden genähert. Besonders schätzte sie intensive Malwochenenden mit vielen Kunstfreunden als Erfahrungsaustausch und Ideenfindung. Die Initialzündung war einst ein Volkshochschulkurs, der den Start für die bislang ungebremste Freude für Pinsel und Farben auf der bevorzugten Leinwand gab. „Hochwertig müssen bei mir Farben und Untergrund sein“, betont die 70-Jährige den eigenen Anspruch hinsichtlich bester Zutaten ihrer Kompositionen. Nur so könne sie sich auch den großen Meistern wie dem niederländischen Maler Willem Claeszoon (geb. 1594) und dessen Stillleben nähern. Die Weyherin hat beispielsweise das Motiv einer opulenten Mahlzeit auf dem Tisch mit seinerzeit kostbaren Zutaten einer gut betuchten Gesellschaftsschicht nachempfunden. Gefragt nach den Stunden zur Entstehung solch eines Bildes, zuckt Elke Drazenovic mit den Schultern.

Momente aus der Umgebung in Weyhe eingefangen

Meist arbeitet sie an mehreren Werken gleichzeitig, wenn es die Zeit hergibt. Denn neben der Leidenschaft zur Malerei benötigt die Liebe einer Oma für die neue Generation der Familie ebenfalls viel Zeit.

Eingefangen hat die Künstlerin viele Momente aus ihrer Umgebung in Weyhe. Da finden sich Bäume am alten Gemeindehaus in Leeste, die Heuballen auf dem frisch abgeernteten Feld, Seerosen auf dem ehemaligen Gartenteich, der hinsichtlich der kleinen Enkel mittlerweile zugeschüttet wurde. Fotovorlagen von Reisen nach Finnland oder an die deutschen Küsten sind ihre Skizzenbücher und dienen auch gelegentlich als Inspiration für Auftragsarbeiten.

„Magerer Fang“ lautet der Titel eines Bildes von einem Fischer im Boot mit zwei kärglichen Fischen. Das Motiv fand Elke Drazenovic in der Tagespresse. Allerdings setzte sie ihrem „Hein Mück“ künstlerisch frei eine etwas andere Kopfbedeckung auf. Entsprechend ist ihre persönliche Sichtweise auch bei anderen Vorgaben, und so wird eine Gewitterstimmung eben zur ganz eigenen Interpretation.

Die Liebe zur Natur ist fast fühlbar bei den gerade wieder fallenden dicken Kastanien als Handschmeichler und den wunderschönen Sonnenblumen zum Abschied des Sommers.

Austauschen will Elke Drazenovic einige Bilder zum Winter. Aber das habe wegen der momentanen Wetterlage noch Zeit, wie sie anmerkt.

Bis zum Ende des Jahres können Besucher die Werke in Schmückers Restaurant betrachten.

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