Stürze an der Bassumer Straße 

Laub wird zur Falle für Radfahrer

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Das Laub verdeckt die Kante zwischen Grünstreifen und Fahrradweg: Wer zu weit nach rechts kommt, landet schnell im weichen Untergrund. Zudem verschwenkt der Weg in diesem Bereich. Holzpfeiler mit Reflektoren der besseren Orientierung dienen. 

Brinkum - Von Sandra Bischoff. Herbstlaub und die Verschwenkungen des Fahrradwegs an der Bassumer Straße sind scheinbar eine sehr unglückliche Kombination. Ina Köster kann ein Lied davon singen: Sie stürzte zwischen der Post und dem Netto-Markt mit ihrem Fahrrad. Ein gebrochenes Handgelenk, Blessuren an den Knien, eine aufgeplatzte Lippen und ein abgebrochener Zahn sind die Bilanz dieses Unfalls. Und sie ist nicht die Einzige, die dort in jüngster Zeit verunglückt ist.

„Das ist dort eine schwierige Stelle“, sagt die Sykerin, die in Brinkum arbeitet. Der Vorfall ereignete sich bereits am 31. Oktober. Sie sei mittags von der Ortsmitte Richtung Briseck gefahren. „Im Gegenverkehr musste ich nach rechts ausweichen.“ Wegen des Laubs habe sie nicht erkennen können, wie breit der Weg war, und stürzte, als sie unabsichtlich über die Beetabgrenzung aus Stein fuhr. „Ich hatte Glück, denn es waren sofort viele Ersthelfer zur Stelle“, sagt die 47-Jährige. Sie habe in den vergangenen Wochen von mehreren Unfällen an genau dieser Stelle gehört.

Prellungen und ein demoliertes Rad

Eine direkte Anwohnerin verunglückte einen Tag später als Ina Köster. „Es war stockdunkel, und ich habe zu spät gesehen, wo sich der Radweg verschwenkt.“ Als sie nach links ausweichen wollte, war besagte Kante im Weg und die Brinkumerin stürzte. „Ich hatte Glück, es war nichts gebrochen, aber ich hatte starke Prellungen, die sehr schmerzhaft waren. Und das Rad war auch demoliert“, berichtet die 73-Jährige, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Einige Tage später sei ihr das gleiche noch einmal passiert. „Das ist eine Falle für jeden Radfahrer.“ Es sei zu dunkel an der Stelle, besonders, wenn dort Laub liege oder im Winter vielleicht Schnee.

Die Gemeinde weiß laut Rathausmitarbeiterin Katharina Hartung von mehreren Fahrradunfällen in den vergangenen Wochen zwischen der Post und Netto. Allerdings seien der Verwaltung die Hände gebunden. „Der Eigentümer hat die Pflicht, die Wege freizuhalten. Tut er das nicht, macht er sich strafbar“, erklärt Hartung. „Wir können die Anlieger nur auffordern, ihrer Räumpflicht nachzukommen.“ Und das sei bereits geschehen. Sie sieht in erster Linie das Laub als Ursache für die Unfälle. „In den anderen Jahreszeiten passiert dort nichts.“

Der Baubetriebshof ist ebenfalls tätig geworden, wie dessen Leiter Hauke Peters auf Anfrage mitteilt. Dort, wo der Radweg verschwenkt, haben die Mitarbeiter in der vergangenen Woche Holzpfeiler mit Reflektoren angebracht. „Die werden vor allem wenn Schnee liegt relevant“, sagt Peters.

Er sieht das Problem ebenfalls darin, dass der Eigentümer das Laub nicht vernünftig entsorge und es sich stattdessen auftürme. Die für das Grundstück zuständige Firma war gestern nicht zu erreichen.

Für Ina Köster kommt das zu spät. Sie wird mit ihrer frisch operierten Hand so schnell nicht wieder aufs Fahrrad steigen.

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