Lateinamerikanischer Abend in Varrel

„Musik macht den Sommer erst lebendig“

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Sänger und Musiker haben ein ganzes Semester für ihr Konzert geübt.

Varrel - Von Maren Jensen. So hautnah erlebt Stuhr wohl selten lateinamerikanische Musik. Statt Klassik stand am Sonnabend in der Varreler Gutsscheune temperamentvolle Tanzmusikauf dem Programm, auf die Beine gestellt von dem Argentinier Juan Maria Solare und der Bremer Universitäts-Direktorin Susanne Gläs.

„Ich habe lange überlegt, unter welches Motto ich das Sommerkonzert stellen soll. Aber diese Musik passt einfach unglaublich gut zu den derzeitigen Temperaturen. Sie lässt unseren Sommer erst richtig lebendig werden“, erklärte Gläs.

Uni-Orchester und -Chor sowie das Tango-Orchester präsentierten in der Gutsscheune die Ergebnisse ihrer zeitintensiven Arbeit. „Wir haben das ganze Semester für diesen Abend geübt“, sagte die Sängerin Maria Esfandiari, 20. „Ich bin schon sehr stolz auf den Auftritt.“

Ganz besonders hatten sich die Musiker auf ihr großes Konzert gefreut. „Ich finde diese Musik einfach spannend. Sie ist abwechslungsreich und hat schöne Klangfarben“, erzählte Hinnerk Worzyk, der an der Tuba zu hören war. Sein Kollege Alexis Lampaski war etwas nervös und hoffte, „dass ich nicht aus dem Takt gerate“.

Die Höhepunkte des Abends bildeten das Werk Danzón No. 2 von Márquez und die Uraufführung des Tangos „Caissas Gedächtnis“. Letzteres hatte Solare selbst komponiert und für den Chor und eine Klavierbegleitung geschrieben.

„Ich bin so froh, dass die Studenten ihn live erleben können“, sagte Gläs über Juan Maria Solare. „Ein echter Argentinier mit der Musik im Blut. Er hat uns sehr geholfen.“

Die Begeisterung der Zuschauer spiegelte sich in dem voll besetzten Raum und dem am Ende tosenden Applaus wider. „Das Konzert war sehr ergreifend und ausdrucksvoll“, sagte etwa die Zuschauerin Maria Kamps aus Bremen und strahlte. Von der Stimmung war der Geiger Benjamin Balich (28) positiv angetan. „Die Musik übermittelt sehr viel“, stellte er fest. Balich spielt seit einigen Jahren im Uni-Orchester. Rund 80 Studenten zählten zum Ensemble. „Es ist Wahnsinn, wie viel wir gemeinsam erreicht haben“, sagte die Musikerin Roxana Bangert (21).

Orchester und Chor der Universität wollen die Werke jetzt noch mehrfach aufführen.

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