Lars Gudat begrüßt beim zehnten Neujahrsempfang der BIG mehr als 80 Gäste

Niels Thomsen blickt hoffnungsvoll in die Zukunft

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Der BIG-Vorstand mit seinem Gastredner Bürgermeister Niels Thomsen (M.).

Brinkum - Von Sigi Schritt. Beim zehnten Neujahrsempfang der Brinkumer Interessengemeinschaft (BIG) hat Vorsitzender Lars Gudat gestern im Hotel Bremer Tor 84 Gäste begrüßt – das sind im Vergleich zum Vorjahr sogar 20 Gäste mehr. Bevor die Restaurantmitarbeiter allerdings ein Drei-Gänge-Menü servierten, skizzierte Gudat, was in diesem Jahr auf die BIG zukommt.

Der BIG-Vorsitzende führte die Frühjahrs- und Gewerbeschau an, die in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen in der Zeit vom 15. bis 17. April über die Bühne geht. „Restplätze sind vorhanden“, sagte er. „Wer spontan ist, kann sich noch beim Marktmeister anmelden“, so Gudat. Er kündigte zudem eine Oldtimershow für den 22. Mai an. Die BIG wolle außerdem den Mitgliedern Folge leisten, indem sie weniger gesellige Anlässe anbietet, dafür aber Veranstaltungen organisiert, die „für die Geschäfte etwas bringen“. Das habe eine Umfrage ergeben.

Zwar gebe es noch keinen konkreten Termin, doch in den nächsten Monaten werden die BIG-Mitglieder eine Busreise durch die Gewerbegebiete unternehmen – Bürgermeister Niels Thomsen und Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier fahren mit. Allerdings werde an der Tradition der Neujahrsempfänge nicht gerüttelt, stellte Gudat klar. Diesmal hatte er den Stuhrer Bürgermeister als Redner gewonnen. Der Verwaltungschef blickte nicht so sorgenvoll und ängstlich in die Zukunft wie es manche Zeitgenossen derzeit sehen. „Es sind bewegte, aber auch interessante Zeiten“, so Thomsen. Er schnitt das Thema Flüchtlinge ebenso an, wie die Stimmung in einem Teil der Gesellschaft, in der er eine latente Angst vor Terror und die Sorge um die Zukunft ausgemacht haben will. Er appellierte an die politischen Parteien, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen. Thomsen blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Er glaubt, dass die Bevölkerung wieder wächst und sich verjüngt. „War im 19. Jahrhundert Amerika das Ziel, ist es jetzt Deutschland.“ Die positiven Folgen: Die Zahl der Kinder an Kitas und an den Schulen wird wieder steigen, prognostizierte er. „Aber reichen unsere Schulen noch?“, fragte er in die Runde. Risse in der Gesellschaft sollte man vor Ort begegnen. „Wir müssen noch mehr zwischen berechtigten Einzelinteressen und dem Allgemeinwohl entscheiden.“ Außerdem plädierte er, den Brinkumer Ortskern umzugestalten. Jetzt müsse etwas geschehen: Nur Flüchtlinge in die gemeindeeigenen Gebäude unterzubringen, könne es nicht sein. Der Ort benötige Perspektiven, und die Chance zur Umgestaltung sei jetzt gekommen.

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