Suche nach neuem Standort läuft

Landkreis übernimmt den Rettungsdienst in Brinkum

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Ein Fahrzeug des Rettungsdienstes des Landkreises Diepholz ersetzt den Wagen des Deustchen Roten Kreuzes.

Brinkum - Von Rainer Jysch. Seit gestern betreibt die landkreiseigene Rettungsdienst GmbH die bisherige DRK-Rettungsstation in Brinkum, die in der ehemaligen Feuerwache an der Hermannstraße 2 untergebracht ist.

Nach den Worten von Klaus Speckmann, Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung bei der Diepholzer Kreisverwaltung, hat es in Brinkum einen nahtlosen Übergang gegeben. Ausschreibungstechnische Gründe hätten zu dieser Veränderung geführt. „Trotz des fliegenden Wechsels ist der laufende Betrieb gewährleistet“, bestätigte Speckmann am Wochenende am Rande der Eröffnungsfeier für die neue DRK-Rettungswache in Leeste.

In Brinkum stellt jetzt ein Team von insgesamt zehn Mitarbeitern der Rettungsdienstgesellschaft des Landkreises den 24-Stunden-Betrieb sicher. Das bislang dort stationierte Einsatzfahrzeug, das ab sofort die DRK-Rettungsstation in Syke verstärkt (wir berichteten), ist durch einen Wagen des Landkreisrettungsdienstes ersetzt worden.

Vierte Rettungswache unter Landkreis-Regie

Nach Bruchhausen-Vilsen, Drentwede und Wehrbleck ist Brinkum jetzt die vierte Rettungswache, die der Landkreis in eigener Regie führt. „Wir sind hier 365 Tage im Jahr im Schichtbetrieb von 7 bis 19 Uhr und von 19 bis 7 Uhr vor Ort“, erklärte Sven Aufderheide, neuer Wachleiter des Brinkumer Stützpunkts.

„Unser Ziel ist, den Rettungsdienst auf Sicht an einen neuen, etwas westlicher in der Gemeinde Stuhr gelegenen Standort zu verlegen“, blickt Fachdienstleiter Speckmann voraus (wir berichteten). „Brinkum liegt im östlichen Teil der Gemeinde. Die neue Rettungswache soll sich später weiter in der Mitte der Gemeinde befinden, damit auch die westlichen Randgebiete, zum Beispiel Varrel, besser erreichbar sind“, erläuterte er den Hintergrund der Planung.

Nach den Vorgaben muss der Rettungsdienst in Niedersachsen mit seinem ersten Fahrzeug in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten nach Beginn der Einsatzentscheidung am Einsatzort sein.

„Im gesamten Landkreis gibt es nur zehn Rettungswachen. Nicht jede der 15 Gemeinden hat eine eigene Station“, erklärte Speckmann. „Wir berücksichtigen bei der Standortwahl zur bedarfsgerechten Versorgung nicht die Gemeindegrenzen, sondern vielmehr die unterschiedlichen Bevölkerungszahlen, die im Nordkreis höher sind als in einigen Gemeinden weiter südlich.“

„Grundstück kaufen und bebauen lassen“

Der Stuhrer Gemeinderat habe bereits beschlossen, den Landkreis bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück zu unterstützen. „Das heißt: Wir suchen jetzt gemeinsam nach einem passenden Standort.“

Nach den Angaben Speckmanns möchte der Landkreis innerhalb der Gemeinde ein Grundstück ankaufen und dieses dann mit einer modernen Rettungswache bebauen lassen. Der Fachbereichsleiter: „Konkret haben wir keinen echten Zeitdruck. Wir wollen das Vorhaben aber auch nicht auf die lange Bank schieben.“

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