Landesjugendorchester auf Gut Varrel

„Man geht förmlich in der Musik auf“

Das Landesjugendorchester Bremen gibt am kommenden Donnerstag ein Konzert auf Gut Varrel. - Foto: Orchester

Varrel - Till Hoffmann freut sich. Der 22-Jährige aus Diepholz ist Mitglied des traditionellen Osterprojektes des Landesjugendorchesters Bremen. Gemeinsam mit rund 90 anderen leidenschaftlichen Musikern bereitet er sich unter Leitung des Dirigenten Stefan Geiger auf den Auftritt auf Gut Varrel vor. Die Jugendlichen bringen am Donnerstag, 20. April, ab 20 Uhr das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold und die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch zu Gehör. Das wird der Auftakt der kleinen Konzertreihe sein.

Hoffmann, der die Bratsche spielt, ist nicht das erste Mal dabei, aber „ich bin jedes Mal erstaunt, was wir in der kurzen Zeit der Ferien schaffen.“ Der Leiter hole das Optimum aus den Musikern heraus, die alle zwischen 13 und 25 Jahre alt sind. Selbst wenn man glaube, man habe bereits sein Bestes gegeben, gelinge es ihm, dass die Mitglieder des Orchesters über sich hinauswachsen.

Was ihm besonders gefällt, ist das Gemeinschaftsgefühl, das in den zehn Tagen, die die die Jugendlichen miteinander verbringen, entstehe das auch Einfluss auf das Spiel habe. „Wir haben immer eine Mischung aus erfahrenen Teilnehmern und welchen, die zum ersten Mal dabei sind.“ Die Unerfahrenen würden von den Routeniers mitgezogen. „Wir sind ein Ganzes“, betont Hoffmann.

Zwischen Spätromantik und Moderne

Karin Liau, die das Landesjugendorchester zum ersten Mal organisiert, weiß, dass das Projekt für die jungen Leute etwas ganz Besonderes ist. „Das ist eben nicht wie bei einer normalen Probe, wo man hingeht und danach wieder nach Hause fährt. Es ist sehr intensiv, weil alle zusammenbleiben. Das Osterprojekt, das vier Konzerte in Bremen und im Umland umfasst, ist das Größte des Landesjugendorchesters. Man geht förmlich auf in der Arbeit mit der Musik.“

Das Programm bewege sich auf der Schwelle zwischen Spätromantik und Moderne. Als Solistin tritt die Geigerin Tanja Becker-Bender auf. Eine Premiere sei auch die Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Noch nie in seiner über 45-jährigen Geschichte habe das Landesjugendorchester ein Werk von ihm gespielt. Erich Wolfgang Korngold zähle hingegen zu den größten Filmkomponisten Hollywoods.

Karten für das Konzert des Landesjugendorchesters gibt es für zwölf Euro, ermäßigt acht Euro in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung sowie im Bürgerbüro im Rathaus. Reservierungen für die Abendkasse sind unter der Telefonnummer 0421/56 95 294 möglich.

Nach dem Auftakt in der Varreler Gutsscheune geht es für die Jugendlichen weiter nach Leer, wo sie am 21. April in der Lutherkirche auftreten. Am nächsten Tag reisen sie nach Hambergen, um danach, am 23. April, das Abschlusskonzert in der Glocke in Bremen zu absolvieren.

J juk

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