„Lake“ und „Deine Cousine“ begeistern das Publikum auf Gut Varrel

Lautstarker Beifall und Jubel

+
Die Gruppe Lake stellt mit Soli auf den Keyboards und der Gitarre die Hebel auf volle Power.

Varrel - Von Uwe Goldschmidt. Über 250 Besucher haben am Freitagabend den Weg in die Varreler Gutsscheune gefunden. Sie kamen in den Genuss zweier total unterschiedlicher Musikgruppen und völlig verschiedener Musikstile.

Die Bands „Deine Cousine“ und „Lake“ gastierten auf dem Gut Varrel und waren der Einladung der Initiative „A heart for Stuhr“ gefolgt.

Fans machten Selfies mit Inga Bredehorn, die sich „Deine Cousine“ nennt.

Den Anfang machte die quirlige Inga Bredehorn, bekannt mit ihrer Band unter dem Namen „Deine Cousine“. Zusammen mit einem Percussionisten begleitete sie ihren Gesang selber am Klavier und der Gitarre. Ihre durchaus gesellschaftskritischen deutschen Texte brachte sie bei Titeln aus ihrer aktuellen CD „Es bleibt ja in der Familie“ energisch und kraftvoll zu Gehör. Die rockigeren Stücke, wie „Blondes Gift“ trafen ebenso die Geschmacksnerven des Publikums, wie auch das ruhigere „Alles was Du hast“.

Die 28-Jährige schaffte ihren Durchbruch 2014 mit einem zweiten Platz beim Panikpreis der Udo-Lindenberg-Stiftung vor mehreren Tausend Zuschauern in Calw. Inga Bredehorn begeisterte mit ihrer markanten Stimme auch die Stuhrer so sehr, dass der Organisator der Veranstaltung, Helmut Frank, sie spontan für ein weiteres Konzert im nächsten Frühjahr einlud.

Nach dem halbstündigen Auftritt hatten die neuen und alten Fans Gelegenheit, mit der Sängerin ins Gespräch zu kommen, Selfies zu machen und signierte Cds zu erstehen. Dabei verriet sie, dass sie ein Familienmensch sei und so auch der Bandname entstanden sei, denn schließlich hätte ja jeder gerne eine Cousine.

Nachdem das Publikum bereits aufgewärmt war und sich während die Bühne umgebaut wurde stärken konnte, ging es in die zweite Runde der Veranstaltung.

Mit „Lake“ stand nun eine Rockband auf der Bühne, die in Deutschland ihres gleichen sucht. Schon in den frühen 70er- und 80er- Jahren hatte die Gruppe in Deutschland und in den USA große Hits. Sie wurde auf Festivals und Konzerten international gefeiert. Seit 2003 tritt die Band in wechselnder Besetzung auf und spielte in der Gutsscheune ihre alten Erfolge, aber auch Titel aus dem aktuellen vierten Album „Wings of Freedom“. Gleich zu Beginn des Auftritts legte sich die Band mit Leadsänger Ian Cussic und dem Gitarristen und Gründungsmitglied Alix Conti voll ins Zeug. Mit kraftvollem Gesang, Soli auf den Keyboards und Gitarre hatten sie die Schalthebel des Abends auf volle Power gestellt. Schon mit den ersten Tönen des Klassikers „On the run“ fing das Publikum, das größtenteils dem Jahrgang der Bandmitglieder entsprach, an zu toben, ohne dass es weiterer Animation bedurfte. Der mehrstimmige Gesang der Band, die Klangvariationen des Keyboards und die flinken Riffs Contis auf der Gitarre erinnerten an Bands wie Wishbone Ash oder Christopher Cross und bewiesen die Vielseitigkeit der Musiker. Mit der passenden Lichtshow im Hintergrund spielte sich Keyboarder Jens Skwirblies bei seinen Soli nahezu in Extase, so dass seine Wollmütze über die Augen rutschte, was aber spielerisch keine Auswirkungen hatte.

Die Stuhrer honorierten diesen Einsatz mit Beifall, Pfeifen und Jubelrufen. Skwirblies selber sagte lachend in Richtung Publikum, er müsse nun erstmal unters Sauerstoffzelt. Weiter ging es mit einer Mischung aus alten Klassikern, wie „Time Bomb“ und „Jesus came down“, die die Gästen mit besonders lautstarkem Applaus honorierten. Es folgten neuere Titeln aus den insgesamt vier Alben.

Nach eineinhalb Stunden ohne Pause unter Volldampf mit wunderbaren Songs waren die Konzertbesucher gefesselt vom Sound, von der Begeisterung und der Stimmung von „Lake“. Erst nach zwei Zugaben konnten die Musiker begleitet von Standing Ovations die Bühne verlassen.

Helmut Frank, Initiator und Vorsitzender von „A heart for Stuhr“ und Axel Feuer, zweiter Mann im Organisationsteam, äußerten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends und der Besucherzahl.

Mehr zum Thema:

Lätare-Spende in Verden

Lätare-Spende in Verden

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

Bargfrede und Eilers arbeiten individuell

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Frau stirbt bei schwerem Unfall in Bassen 

Meistgelesene Artikel

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

Platz eins für „Lloyd“

Platz eins für „Lloyd“

Nach Straftat traumatisiert

Nach Straftat traumatisiert

Kommentare