Kyffhäuser tagen / Vorsitzender kritisch

Ärger über Kreisverband

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Die Kyffhäuser Kameradschaft ehrte am Sonntag ihre verdienten Mitglieder. Unser Foto zeigt den Vorsitzenden Frank Grabs mit (v.l.) mit Ruth Twisterling (zehn Jahre), Hannelore Schöttler (25 Jahre), Ursula Grabs (20 Jahre) und Lore Wiese (zehn Jahre).

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. Auf „ihren“ Kreisverband sind Vorsitzender Frank Grabs und seine Kameraden der Heiligenroder Kyffhäuser nicht gut zu sprechen. Im Rahmen der Hauptversammlung am Sonntag sprach Grabs, der zugleich amtierender König der Könige ist, einige kritische Punkte an.

Zum einen soll im Vereinslokal „Meyerhof“ das diesjährige Kreisverbandstreffen über die Bühne gehen. Wann das geschieht, ist bislang unklar. So ärgerte sich Grabs darüber, das der Kreisverband den Termin mehrfach verschoben habe. „Ich werde mich hier nicht blamieren“, betonte der sichtlich erboste Vorsitzende. Gegebenenfalls wolle er von der Ausrichtung des Treffens zurücktreten.

Zum anderen sorgen die in den Augen der Kyffhäuser zu üppigen Abgaben an der Kreisverband für Unmut. So mussten sie 2015 insgesamt 500 Euro bezahlen. Zudem ist Grabs zufolge eine weitere Erhöhung des Beitrags geplant. „Wofür, um Reisen zu finanzieren?“, fragte sich der Vorstand. Auch die Mitglieder konnten dies angesichts der bescheidenen Finanzlage ihres Ortsverbands nicht nachvollziehen.

An ein Austreten aus dem Kreisverband sei mit Blick auf die Versicherungslage aber nicht zu denken, so Grabs. Aber: „Es gibt viele Kameradschaften, deren Mitglieder über 80 Jahre keinen Beitrag mehr bezahlen“, meinte er. Bei der Heiligenroder Kameradschaft gilt dies erst ab einem Alter von 100 Jahren. So könne man in Heiligenrode die hohen Abgaben glücklicherweise verkraften, stellte Grabs fest. „Dazu kommen noch 30 Euro für einen Jugendbeitrag ohne Jugend, für die nichts im Kreisverband getan wird. Nur blechen müssen wir“, monierte der Vorsitzende und erntete viel Zustimmung aus den Reihen der Mitglieder.

Apropos: Derzeit gehören der Kameradschaft 32 Personen an, davon 14 Frauen. Das sind vier Personen weniger als im Vorjahr.

Grabs berichtete, dass die geänderte Musik auf dem Königsball Ende November gut angekommen sei. Die Kameradschaft habe die Veranstaltung nicht bezuschussen müssen. Die Kyffhäuser überlegen nun, aus der Abendveranstaltung einen nachmittäglichen Adventskaffee zu machen – mit Blick auf die zunehmend älteren Besucher. Der Vorstand bat die Runde, sich darüber Gedanken zu machen.

Eine weitere Folge des Mitgliederschwundes: „Wir kriegen auf Kreisebene keine Mannschaft mehr zusammen“, berichtete Schießwart Heinz Jorde. Beim Meyer-Pokalschießen sei „mit Ach und Krach“ eine Mannschaft zustande gekommen, beim Königsschießen im Oktober seien nur 14 Kameraden dabei gewesen. Frauenwartin Marianne Hollwedel kündigte an, bei der nächsten Wahl nicht mehr für ihr Amt zur Verfügung zu stehen. Vorstand und Versammlung protestierten vehement gegen ihre Pläne. Dank sauber geführter Kasse von Ursel Grabs entlasteten die Mitglieder den Vorstand. Zur neuen Kassenprüferin wählten sie Lore Wiese.

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