Kunstprojekttage der KGS Brinkum / Studenten betreuen Kurse für Fünftklässler

Von bunten Steinen und einem Lungenfisch

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Marie, Lotta, Solvey, Celina und Diana (v.l.) haben sich Steine zum Anmalen ausgesucht.

Brinkum - Von Tobias Kortas. „Dieser Stein sah für uns einfach wie eine Ente aus. Also haben wir ihn so angemalt“, erzählen Lotta, Solvey und Marie, Schülerinnen des fünften Jahrgangs der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Brinkum. Lächelnd deuten sie auf ihr Kunstwerk, das auf dem Schulhof steht: Sie haben den besagten Stein gelb gefärbt und ihm einen Schnabel sowie ein Entengesicht verpasst.

„Es war total lustig, in der Gruppe daran zu arbeiten“, sind sich die Mädchen einig. Hinter dieser Aktion verbergen sich die Kunstprojekttage für die 158 Fünftklässler der KGS, die seit Mittwoch in Kooperation mit der Universität Bremen über die Bühne gehen.

30 Lehramtsstudenten im Fach „Kunst-Medien-Ästhetische Bildung“ tummeln sich auch heute noch im Rahmen eines dreitägigen Praktikums an der KGS. In Zweier- bis Vierergruppen betreuen sie insgesamt elf verschiedene künstlerische Projekte, etwa zu den Themen Straßen- und Guerillakunst, Stadtbauten, Zeichenwerkstätten, Schattenspiele oder Maskenbau. Nach einem Tag wechseln die Fünftklässler ihren Kurs, so dass jeder in den Genuss dreier Angebote kommt. Ausnahmen sind die beiden Spezial-Projekte, mit denen sich zusammen 25 Kinder über die ganzen drei Tage hinweg beschäftigen“, erklärt Ina Hartwig, Kunstlehrerin an der KGS.

Bei einem dieser Spezial-Projekte handelt es sich um ein Wasser-Experiment für das hauseigene Aquarium. „Hier versuchen die Schüler, mit Wasser und Seifenblasen nachzuvollziehen, wie unser beliebter Lungenfisch ‚Aalbert‘ sie durch das Glas sieht. Danach entwerfen sie ein Bild-Motiv für die Wand hinter dem Aquarium“, sagt Hartwig.

Im zweiten besonderen Projekt gestalten Schüler einen Schaukasten mit Fantasie-Insekten.

Die Kunstprojekttage hat Hartwig selbst ins Leben gerufen. Neben ihrer Tätigkeit an der KGS hat sie einen Lehrauftrag am Institut Kulturwissenschaften der Universität Bremen. „Das kam dadurch, dass ich in einem Praktikum eine Studentin betreut habe, deren Professorin mich gefragt hat, ob ich an einem Seminar mitarbeiten möchte.“

Von den drei Projekttagen, die laut Hartwig mit einem gehörigen Planungs-Aufwand verbunden sind, sollen sowohl Schüler als auch Lehramtsanwärter profitieren. „Dieses kompakte Praktikum ermöglicht es den Studenten, die Schüler intensiv zu betreuen. Die Kinder schulen wiederum ihre Teamfähigkeit, arbeiten mit neuen Methoden und Materialen sowie an vielfältigen Themen.“ Außerdem werde der Wegfall des Kunstunterrichts für die fünften Klassen im zweiten Schulhalbjahr mit dieser Aktion kompensiert.

Einer der betreuenden Studenten ist Johannes Kienitz. Er kümmert sich gemeinsam mit drei seiner Kommilitonen um den Bau einer Fantasie-Stadt aus Kartons, Pappe und weiteren Materialien. „Wir haben alles ein Semester lang vorbereitet und schreiben über unsere praktische Arbeit hier später einen Bericht“, berichtet Kienitz.

Den Schülerinnen Diana und Celina hat der erste Projekttag bereits viel Spaß gemacht. „Es war klasse, draußen einen Stein zu bemalen, der immer zu sehen ist“, sagen die beiden.

Die gesammelten Ergebnisse sind heute im Rahmen einer kleinen Ausstellung in der sechsten Schulstunde (12.20 bis 13.05 Uhr) in der KGS zu bewundern.

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