Kunsthandwerker-Ausstellung im Gasthaus Nobel in Moordeich

Qualität schlägt Quantität

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Spieglein, Spieglein in der Hand: In Moordeich gibt es gleichermaßen praktische wie künstlerisch gestaltete Artikel.

Moordeich - Dass die Qualität einer Kunsthandwerker-Ausstellung weniger von der Anzahl der Beschicker als vielmehr von der Güte der Exponate sowie vom Ambiente der Räume abhängt, davon konnten sich gestern zahlreiche Besucher der 35. Ausstellung „Kunst & Handwerk“ im Gasthaus Nobel in Moordeich überzeugen.

Gegenüber den vergangenen Jahren war die Anzahl der Aussteller zurückgegangen, berichtete Veranstaltungsleiterin Renate Assling. Aber dafür hatten sich einige neue Hobbykünstlerinnen angemeldet, und es blieb noch genügend Platz, um in der gemütlichen Umgebung nach einem Rundgang oder nach dem Kauf eines hübschen Geschenkes Kaffee zu trinken und ein Stück Torte oder Kuchen zu essen.

Zum ersten Mal beteiligte sich Elke Grunwald mit „Leinen-Art“ an der Präsentation. Es war die erste Ausstellung überhaupt, in der sie ihre veränderten Leinenartikel zeigte. Sie hat sie sorgfältig mit Spitzen versehen. An einem anderen Stand feierte eine Anbieterin mit einer großen Auswahl handgemachter, duftender Seifen Premiere. So appetitlich sahen diese Seifestückchen aus, dass man hätte hinein beißen mögen.

Die Worpswederin Traute Bode, die als einzige Malerin der Gemeinde noch mit ihrer Staffelei rausgeht und „life“ arbeitet, stellte in Moordeich Bilder aus, die ganz im Stil der Worpsweder Malerei Frieden, Harmonie und Ruhe ausströmten.

Eine wunderbare Fundgrube für das ganz besondere Geschenk waren auch in diesem Jahr wieder die stilvollen „Spruchbücher“ von Renate Assling. Es handelt sich um kleine von Hand geschriebene Bücher mit Aphorismen und anderen liebens- und lesenswerten Sätzen für alle möglichen Anlässe, von Weihnachten bis Fußball. Auch ihre in unterschiedlichen Techniken gemalten Bilder gefielen den Besuchern. Dafür erhielt sie, die Autodidaktin, sogar ein großes Lob der studierten Kunstmalerin Traute Bode.

Bei Ina Grünig erfuhren die Besucher den Unterschied zwischen Bären und Teddys. Sie jedenfalls stellte Bären aus. „Die tun etwas, und wenn sie nur faulenzen, während Teddys mehr zum Schmusen neigen“, sagte sie und lachte.

An einem weiteren Stand gab es sie auch, die Kuschelbären, die neben den „Zipfelpuppen“ und Weihnachts-Ohrringen saßen. Eine Ausstellerin aus Oelde präsentierte vier- bis siebenblättrige Kleeblätter unter Glas und hinter eingefasstem „Cabochon“.

Aus einer anderen Ecke des Raumes drang der angenehme Duft von frisch bearbeitetem Holz herüber. Dort hatte ein Kunsthandwerker weiches Zirbenholz aus Kärnten zu Kästchen und Rahmen verarbeitet und die Späne in Duftbeutel genäht. Diese verströmen Raumduft, haben eine antiseptische Wirkung und vertreiben sogar die Motten im Kleiderschrank. Ergänzt wurde die Ausstellung durch viele Deko-Artikel für die Wohnung, durch gestrickte Socken, Handschuhe, Stulpen, durch Filzhüte und Filzschuhe sowie durch Patchwork und gequiltete, textile Wandbilder, Decken und Kissenbezüge.

bt

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