„Kunst in der Provinz“ besteht 35 Jahre / Künstlerinnen öffnen Atelier in Seckenhausen

Papierton-BH und Sandsteinfiguren

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Die Künstlerinnen Ingrid Just (v.l.), Christiane Dreyer und Carola Goetz haben am Wochenende ihr Seckenhauser Atelier für Besucher geöffnet.

Seckenhausen - Von Dagmar Voss. Schöpferische Atmosphäre, Kaffee- und Kuchenduft sowie angeregte Unterhaltungen erfüllten am Wochenende viele Ateliers in der Region. 55 Künstler aus sechs Landkreisen im Nordwesten, die sich im Verein „Kunst in der Provinz“ zusammengeschlossen haben, ließen die Besucher über ihre Schultern schauen.

Der Verein feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Daher öffneten die Mitglieder knapp 30 Ateliers und kredenzten Kreatives aus den Bereichen Malerei, Zeichnen, Fotografie, Digitalart, Bildhauerei sowie Keramik-, Objekt-, Computer- und Papierkunst – frei nach dem Motto „Landschafft Kunst“. Dazu konnten die Gäste mit den Künstlern sprechen und sich über kreative Prozesse oder Techniken informieren. „Wir wollen den Besuchern die Gelegenheit bieten, unsere vielfältigen Gestaltungsformen direkt in unseren Werkstätten kennen zu lernen und ihnen in unserem Arbeitsbereich Raum für intensive Gespräche bieten“, erklärte Carola Goetz in Seckenhausen.

Dort arbeitet sie bei der Hausbesitzerin Christiane Dreyer mit ihren Kolleginnen Kim Peters, Petra Grabley und Ingrid Just in einem Gemeinschaftsatelier. Eine bunte Bilder-Palette ziert die Wände: Aquarelle, Collagen oder Gemälde in Acryl auf Leinwand. Daneben sind diverse Plastiken und Skulpturen zu sehen, mal in Ton, mal in Sandstein.

„Ich fange gerade an mit diesem Werkstoff Stein und bin gespannt, wie das wird“, sagt Christiane Dreyer. Die „Spätentwicklerin“ in Sachen Kunst hat mit der Malerei vor zehn Jahren in der Stuhrer Kunstschule „KUSS“ angefangen, die Bildhauerei kommt jetzt dazu. Bei Carola Goetz konnten die Besucher ein ganz anderes Element in der Verwandlung bewundern. „Zurzeit befasse ich mich mit dem so genannten Paper-Clay. Da wird mit Papier und Ton eine handhabbare Masse geformt, die sehr dünn bearbeitet werden kann“, schildert die Weyherin das Verfahren. Aktuell stehen bei ihr Textilien im Vordergrund. So trägt sie das Material auf einen alten Spitzen-Büstenhalter ihrer Mutter auf, trocknet ihn und brennt das Werk bei sehr hoher Temperatur.

Marita Euling war aus Sulingen angereist und begeistert von der Aktion des Vereins. Sie hatte schon etliche Ateliers besucht und meinte: „Das kann gern wiederholt werden, da sieht man ja beeindruckende Sachen.“

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