Projekt der Kunst-AG

Pinke Steine sorgen für mehr Farbe auf dem Schulhof

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Die Mitglieder der AG finden, dass sich der pinke Stein gut auf dem Schulhof macht. Außerdem präsentieren sie Werke, die bei ihren wöchentlichen Treffen entstanden sind.

Brinkum - Von Katharina Schmidt. „Ich finde, die Schule ist viel zu grau“, sagt der elf Jahre alte Junes über die KGS Brinkum. „Gerade in der dunklen Jahreszeit wäre es schön, mehr Farben zu sehen.“ Mit seiner Meinung steht Junes nicht alleine da. Er ist Mitglied der Schulkunst-AG, die sich auf die Fahne geschrieben hat, das Schulgebäude etwas bunter zu gestalten. Zuletzt hat die Truppe zwei große Steine auf dem Pausenhof pink angesprüht.

Dabei war den Jungen und Mädchen der Spaß deutlich anzusehen. Freudiges Lachen vermischte sich mit dem metallischen Klackern, das entsteht, wenn Sprühdosen geschüttelt werden. Die Kinder nutzten Kreidespray. Mit der Witterung wäscht sich die Farbe nach und nach ab – zur Sicherheit hat Alexandra Deberding, AG-Leiterin und Kunstlehrerin, dies zuvor bei sich zu Hause getestet.

„Es gibt an der Schule viele graue Flächen, die man noch gestalten könnte“, erzählt Deberding. Ihre Kunst-AG besteht seit Beginn des Schuljahres 2017/18. Zu Anfang ist sie mit den Teilnehmern durch die KGS gegangen, um zu schauen, wo ein wenig Farbe nicht schaden könnte. Dadurch kamen die Schüler übrigens auch auf den Einfall mit den bunten Steinen.

Eine weitere Idee, die die jungen Künstler bald umsetzen wollen, betrifft die große Holzskulptur zwischen dem Musikraum und dem C-Trakt. Die AG-Mitglieder bezeichnen das Werk, das einst bei einer Projektarbeit entstanden ist, als „Herz der Schule“. Und dieses Herz wollen sie mit wasserlöslichen Lackfarben in drei Tönen kolorieren.

Kreativ nahezu ohne Grenzen

Die Kreativität der Schüler kennt kaum Grenzen – die Bauordnung schon. Bei Gesprächen mit dem Rektor und dem Bauamt hat Deberding erfahren, dass kreative Aktionen an vielen Stellen nicht erlaubt sind. Die zehnjährige Bianca findet das schade. Sie glaubt, dass viele Schüler morgens besser gelaunt in den Tag starten würden, „wenn nicht alles so grau wäre.“ Sie fände es cool, Mülleimer zu bemalen oder mit lustigen Sprüchen wie „Fütter mich“ zu beschriften. „Dann würden sie vielleicht auch mehr Leute nutzen.“

Die AG ist jahrgangsübergreifend. Auch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf malen und werkeln mit. Die neun Mitglieder haben bisher nicht nur Steine angesprüht, sondern auch Bilder von Gummibärchen getuscht oder unter Anleitung von Zehntklässlerinnen Mangas gezeichnet. Die Bilder zieren Wände der KGS. Das kollektive Verschönern kommt an – Deberding ist bereits in Kontakt mit vier Schülern, die künftig ebenfalls mitmachen wollen.

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