Tag der offenen Tür

Kuhbestand verdreifacht: Familie Würdemann lädt auf ihren Hof in Stuhr ein

Henning und Katja Würdemann im Stall
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Henning und Katja Würdemann freuen sich auf den Tag der offenen Tür.

Der Hof Würdemann hat seinen Kuhbestand von 20 auf 60 Tiere verdreifacht. Dafür hat die Familie einen neuen Stall bauen lassen. Interessierte können sich vor Ort ein Bild über die Viehhaltung machen.

Stuhr – „Wir sind noch ein richtig gemischter Familienbetrieb“, sagt Henning Würdemann. Diese Mischung machen 450 Legehennen, 700 Mastschweine und 60 Kühe aus. Für Letztere hat sich die Familie jetzt besonders ins Zeug gelegt, einen neuen Stall gebaut und diesen mit einem Melkroboter ausgestattet.

Tag der offenen Tür in Stuhr

Wie genau die Arbeit damit funktioniert und wie der Stall aussieht, erfahren Interessierte am Sonntag, 29. August, zwischen 10 und 16 Uhr bei einem Tag der offenen Tür auf dem Betrieb in Stuhr. Dann sind auch die am Bau beteiligten Firmen mit Info-Ständen vor Ort. Außerdem gibt es eine Getränke- und auch eine Bratwurst-Bude, um den Neubau mit den Besuchern zu feiern.

Den Anlass für die Betriebserweiterung hat Sohn Ralf Würdemann gegeben. Der 22-Jährige hat eine Ausbildung zum Landwirt gemacht – „und dabei richtig Lust auf Kühe bekommen“, sagt sein Vater, der sich besonders darüber freut.

Ein größerer Stall für mehr Kühe: Sohn Ralf Würdemann brachte die Erweiterung auf den Weg.

Bis dahin hielt der Betrieb 20 Kühe in sogenannter Anbindehaltung. „Das reicht aber mittelfristig für zwei Familien nicht“, erklärt Ralf Würdemann. Also plante die Familie einen Stall-Neubau, der mit einer Bauzeit von gerade einmal sechs Monaten schnell abgeschlossen war.

Bereits im Juli 2020 zogen die Kühe ein – und fühlen sich dort sichtlich wohl: „Sie können immer rausgehen und ihren Weidegang machen. Aber die meisten bleiben im Stall. Der ist einfach zu schön“, erzählt Katja Würdemann schmunzelnd. „Er hat frischen Wind reingebracht und er hat Spaß daran“, sagt die 48-Jährige über ihren Sohn. Sie freut sich über das Engagement, das Ralf Würdemann neuerdings in den Familienbetrieb einbringt.

Die Kühe können immer rausgehen und ihren Weidegang machen. Aber die meisten bleiben im Stall. Der ist einfach zu schön.

Katja Würdemann

Seit zwei Jahren zieht die Familie die weibliche Nachzucht ihrer Kühe auf, damit sie direkt zum Einzug in den neuen Stall eine große Zahl von Tieren hatten. „15 Kühe haben wir dann noch zugekauft“, berichtet Henning Würdemann. Die Familie baute auch einen neuen Güllebehälter und eine Siloplatte. „Hier auf dem Hof hat sich einiges verändert“, sagt er.

Für ihn sei es noch immer ungewohnt, beispielsweise Feiern nicht mehr so früh verlassen zu müssen. Denn dank des Melkroboters ist die Familie zeitlich flexibler – und die Kühe sind es auch. Denn sie können über ihren Melkzeitpunkt selbst entscheiden. „Wir geben den Roboter nicht wieder her“, sind sich Katja und Ralf Würdemann einig.

Hof Würdemann besteht seit 1738

Die Würdemanns freuen sich darauf, ihren seit dem Jahr 1738 bestehenden Hof am Sonntag Interessierten zu zeigen. „Menschen sollen mit Tieren zusammenkommen“, sagt Katja Würdemann.

Ihr und ihrer gesamten Familie ist es wichtig, zu zeigen, wie die Tiere bei ihnen gehalten werden und welchen Wert sie eigentlich für die Ernährung bedeuten – und was die Landwirte dafür tun. „Wir haben zum Beispiel in diesem Jahr zum ersten Mal auf einem Hektar Mais mit Stangenbohnen als Test angebaut. Das soll den Kühen im Futter mehr Energie geben“, erläutert Henning Würdemann. „Bislang sieht das gut aus. Dann kann es sein, dass das nächstes Jahr noch mehr wird“, erzählt der 52-Jährige.

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