Küsterhaus Heiligenrode: Kirchengemeinde wirbt um weitere Spenden

Sanierung und Umbau kosten 250000 Euro

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Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier, der Erste Gemeinderat Ulrich Richter sowie Silke Krüger vom Kirchenvorstand, Ulrich Papst vom Förderverein sowie Pastorin Tabea Rösler mit Sohn Elia (v.l.n.r.) unterstützen kreative Ideen wie den Vertrieb eines Kalenders zugunsten des Umbauprojekts.

Heiligenrode - Von Sigi Schritt. Einen Aktenordner voller Pläne und Beschreibungen umfasst der Bauantrag, den die Heiligenroder Kirchengemeinde Anfang der Woche im Rathaus abgegeben hat. Damit steuert das derzeitige Großprojekt, die Sanierung des ehemaligen Schul- und derzeitigen Gemeindehauses, eine neue Phase an. Pastorin Tabea Rösler, Wolfgang Papst vom Förderverein und Silke Krüger vom Kirchenvorstand haben gestern im Rathaus das Projekt und die nächsten Schritte vorgestellt.

Die Kirchengemeindevertreter berichteten im Rathaus von den vielen Helfern, die sich seit geraumer Zeit freiwillig engagieren, damit der Umbau glückt. Ihr Dank galt insbesondere dem Architekten Manfred Kalusche, der ehrenamtlich die Pläne gezeichnet hast.

Obwohl sowohl das Gebäude als auch das Dach des 1848 gebauten Schulhauses grundsätzlich in Schuss seien, muss die Kirche für den Unterhalt viel Geld bezahlen. Das Gebäude soll künftig energetisch verbessert werden und den Gruppen, Vereinen und Bürgern weiterhin zur Verfügung stehen. Eine Dachgeschosswohnung ist bereits vermietet, doch es ist Raum für eine weitere Wohnung vorhanden. Außerdem soll die ehemalige Küsterwohnung geteilt werden, die seit geraumer Zeit leer steht und lediglich als Lagerstätte verwendet wird. „Heiligenrode hat zu wenig Wohnmöglichkeiten für Menschen, die alleine sind“, erklärte Silke Krüger die Idee, weshalb dort unter anderem drei Wohnungen entstehen sollen. Diese haben Charme, findet Wolfgang Papst. Das Haus befinde sich in einem „wunderschönen Ensemble“. Die Verantwortlichen gehen von einem Baubeginn im Frühjahr aus. Druck mit der Fertigstellung herrsche aber nicht. Es wäre schön, wenn die Sanierung bis 2017 abgeschlossen ist, dann wird ein halbes Jahrtausend Reformation gefeiert, weist Rösler auf dieses wichtige Lutherjahr hin. Der Erste Gemeinderat Ulrich Richter kündigte an, dass der Ortsteil sich wieder an der Ausschreibung „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt.

Um den Finanzierungsrahmen auszuloten, haben die Heiligenroder auch die Landeskirche mit ins Boot geholt. Nach den aktuellen Kalkulationen kosten Sanierung und Umbau rund 250000 Euro – 50000 Euro mehr als noch vor Monaten prognostiziert. „Wir wollen uns selbst mit 20 Prozent, also mit 50000 Euro in Form von Spenden, Kollekten und ehrenamtlicher Fachexpertise einbringen“, so Rösler. Sie blickt zurück auf die vor acht Monaten getroffene Entscheidung, das Projekt anzugehen. Das zeige sich auch an der Bilanz der Ende Juli gestarteten Spendenaktion, bei der bislang 16000 Euro eingegangen sind. Es gebe einen neuen Schwung an Dankes- und Spendenbriefen. Die Pastorin glaubt, dass die Spendenbereitschaft weiter anhält. Sie versprach, jeden Geber anzurufen, um sich persönlich zu bedanken.

Auch die örtlichen Wirtschaftsbetriebe beteiligen sich mit Aktionen, um das Projekt zu unterstützen. Derzeit hat das Schreibwarenfachgeschäft Klösterli einen Kalender herausgegeben, dessen Erlös für den Umbau verwendet wird.

Rudolf Franke hat mit seinen Bildern das Kloster- und Mühlen-Ensemble in Szene gesetzt, wobei Iris Rose das Projekt organisatorisch betreut hat. Die Kalender gibt es für zehn Euro sowohl im Geschäft, als auch in der Apotheke und im Pfarrbüro.

Wer Einfälle hat, kann sich an das Kirchenbüro unter der Telefonnummer 04206/1083 wenden.

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