Kreativität „In Serie“

Künstlerinnengruppe „MachArt“ stellt traditionell beim Gemeindekulturfest aus

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Gerlinde Koschade, Amelie Schilbach und Helena Andresen (v.l.) von „MachArt“.

Varrel - In der Varreler „Hochtiitsstuuv“ stand am Wochenende die Kunst im Mittelpunkt. Beim Gemeindekulturfest bildete die Ausstellung der Gruppe „MachArt“ unter dem Titel „In Serie“ einen augenfreundlichen und stillen Kontrapunkt zum fröhlichen Notenreigen in der Gutsscheune.

Seit 30 Jahren gibt es den einst aus einem Kurs der Volkshochschule entstandenen, rein weiblichen Zusammenschluss, der sein Atelier in dem alten Trakt der Heiligenroder Grundschule eingerichtet hat. Jeweils am Montag und am Dienstag malen dort nicht nur zwei unterschiedliche Gruppen. Wie Gerlinde Koschade anmerkt, sei die intensive Auseinanderssetzung mit einem ehrlichen Blick auf die Leinwand längst zu einem wichtigen Stilmittel geworden.

Gruppen wechseln im 2-Jahres-Rhythmus das Recht auf die Ausstellung

Workshops mit unterschiedlichen Dozenten gehören ebenso dazu. In diesem Jahr war die Montagsgruppe mit einer Ausstellung zum Stuhrer Kulturfest an der Reihe, denn es gibt schon lange die Regel des zweijährigen Wechsels.

„Das hätte ich gerne“, sagte ein Besucher, der sich ein Bild von Gerda Hartmann mit dem Titel „Serie Baum II“ anschaute. Viele gelbe Sonnenfarben zum ruhigen Braun hatten es dem Betrachter angetan. „Aber eigentlich ist das mehr für meine Tochter geeignet“, kam er hinsichtlich der eigenen Einrichtung und der längst voll gepackten Wände ins Grübeln. Wie auch immer, die Serienbilder in Zweier oder Dreier-Formation, mal hochformatig, mal quadratisch, groß oder klein lockten zur genaueren Betrachtung. „Das gefällt mir mit der klaren Ansage der Farben und Strukturen“, schwärmte auch Ilse Düßmann aus Varrel von einer Baumserie im Wandel der Jahreszeiten.

Kunst auf Nordsee-Holz

Amelie Schilbach, Gerda Hartmann, Gudrun Meyer-Kollatz, Gerlinde Koschade, Helena Andresen, Helga Bröning, Annete Freyer und Irmgard Radtke sind gestandene Frauen, die ihre Lebenserfahrungen voller Experimentierfreude auf die Leinwand und sogar auf gefundene Hölzer bringen. Letztere sucht und findet Helma Andresen am Nordseestrand von Dänemark und haucht ihnen mit Farbe sowie Fantasie neues Leben ein. Bitumen, das schwarze und nicht unproblematische Material der Dachdecker, hat die Künstlergruppe nach einem Workshop für sich als Gestaltungsmittel entdeckt. Rosten darf es auf den Bildern, die fast alle käuflich zu erwerben waren. „Das kleine Original“ war schon für drei Euro zu erwerben.

Die Pause des Kulturfestes am Sonntag nutzten viele Gäste für einen Gang durch die Räume des einstigen Gutshauses. Bereits am Sonnabend war die Montagsgruppe von „MachArt“ auch ohne Musik von gegenüber vertreten und freute sich über viele kunstinteressierte Gäste.

ak

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