Künstlerinnen laden für morgen in ihr Haus an der Moorstraße ein

Sieben Frauen, ein Atelier

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Initiatorin und Autodidaktin Christiane Dreyer malt mit Acryl auf Leinwand.

Seckenhausen - Von Andreas Hapke. Gibt es ein idyllischeres Plätzchen, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen? Abgelegen und mit Blick auf die Felder. Das hat sich wohl auch Christiane Dreyer gedacht, als sie das Nebengebäude ihres Grundstücks an der Moorstraße 3 in Seckenhausen zu einer Ateliergemeinschaft umfunktionierte. Inzwischen gehen dort sechs Frauen ihrer Leidenschaft für die Malerei nach, eine weitere stellt Teddys her. Erstmals laden sie für morgen von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag des offenen Ateliers ein.

„Es gibt weder Sekt noch Schnittchen. Doch dafür können uns die Besucher bei der Arbeit über die Schulter sehen“, erklärt Dreyer. „Und vielleicht hat der oder die eine oder andere Interessierte Lust, bei uns einzusteigen.“

Laut Dreyer geht es den Frauen um den Austausch, die gegenseitige Befruchtung“. Sie selbst habe festgestellt, dass sie wesentlich mehr ausprobiere, seit sie das Haus mit anderen Künstlerinnen teilt. „Positive Bestärkungen ermutigen zum Weitermachen“, nennt die 54-Jährige einen weiteren Vorteil. „Außerdem male ich nicht gerne alleine, und das geht anderen genauso.“

Die Idee zu dieser Nutzung entstand nach dem Tod ihrer Mutter, die bis dahin in dem Haus gelebt hatte. Eineinhalb Jahre ist das jetzt her. Für ihr Vorhaben warb Dreyer im Verein „Kunst in der Provinz“, deren Mitglied sie ist. Aus diesem Kreis begeisterten sich Carola Goetz und Kim Peters für die gemeinsam Sache. Darüber hinaus hat Dreyer eine Anzeige in der Tageszeitung aufgegeben. Schnell kamen Ingrid Just, Brigitte Bernard, Brigitte Döge und Petra Grabley hinzu. Lediglich Grabley kannte die Initiatorin bereits vorher durch die Malerei. „Alle sind innerhalb von zwei Monaten hier eingezogen. Jede hat sich ihr Plätzchen gesucht“, berichtet die Eigentümerin. Seit Juni vergangenen Jahres läuft das Projekt.

Die Frauen schätzen die Freiheit, die ihnen das Atelier bietet: „Alle haben einen Schlüssel und können kommen, wann sie wollen.“ Die meisten hätten zu Hause gar keinen Platz, sie müssten ihre Materialien wieder wegräumen. „Hier können sie einfach alles stehen lassen, das verschafft ihnen ein gutes Gefühl.“ Für einige Künstlerinnen sei das Haus auch zu einem Ort des Ausspannens geworden, fügt Dreyer hinzu. „Es kommt auch mal vor, dass man sich verquatscht.“

Bislang haben es die kreativen Köpfe noch nicht geschafft, sich alle an einem bestimmten Tag zu treffen. Auch in dieser Hinsicht ist die morgige Veranstaltung also eine Premiere für die sieben Frauen.

Kapazitäten für weitere Mitstreiter gäbe es genug. „Fünf Künstler könnten wir noch aufnehmen, auch Bildhauer hätten Platz. Männer sind natürlich ebenfalls willkommen“, sagt Dreyer, die zudem noch die eine oder andere Idee für das Haus hat. Ausstellungen etwa nennt sie als „Zukunftsprojekt“, auch Lesungen könnte sie sich vorstellen. Vor allem aber möchte sie im Sommer raus und die Umgebung für die Arbeit nutzen. Idyllisch genug ist es an der Moorstraße.

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