Lange Schlangen beim Backtag auf Gut Varrel

Kuchen geht weg wie warme Semmeln

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Konditor Hartmut Giething (l.), Heizer Hermann Mahlstedt und „Geselle“ Fritz Gerstner hatten beim Backtag gut lachen.

Varrel - Von Angelika Kratz. „Backe, backe Kuchen – der Bäcker hat gerufen!“, heißt es in einem Kinderreim. In Varrel brauchten die fleißigen Bäcker ihre Kundschaft nicht lange zu rufen. Sie kam auch so.

Ein wunderbarer Duft lag am frühen Sonnabendnachmittag in der Luft am Gutshaus. Der lockte bereits eine Stunde vor Öffnung der Ladentheke in der Remise die ersten Käufer an. Die vertrieben sich bei strahlender Maisonne in einer immer länger werdenden Schlange die Zeit mit netten Gesprächen.

70 Kilogramm Mehl als Basis

Die überwiegenden Stammkunden kamen ausgestattet mit Tüten und Körben und schnupperten voller Freude bereits vorab, was dann auf der heimischen Tafel landen sollte.

Die Bäckermeister im historischen Backhaus gleich nebenan hatten ihre Hauptarbeit geleistet, und es ging nur noch ans Aufräumen. Bereits am Freitag hatte sich Konditormeister Hartmut Giething mit Heizer Hermann Mahlstedt und Geselle Fritz Gerstner getroffen, Dirk Maarsch als Vierter im neuen Backteam konnte nicht.

Erst in der zweiten Saison ist die neue Crew des Backhauses mit dabei. Sie hatte zur großen Freude des Vereinsvorsitzenden Frank Schröder die alteingesessene Mannschaft für deren verdiente Ruhezeit perfekt abgelöst.

Neue Rezepte wurden im Vorfeld entwickelt: etwa ein Apfel-Möhrenbrot. 70 Kilogramm Mehl aus Weizen und Roggen, 13 Kilo gute Butter und besonders die „sauteuren“ Mandeln mit ihren fünf Kilogramm schlugen zu Buche. Da waren die vier Kilo Rosinen, drei Kilo Hefe und 25 Eier eher leicht zu vertragen. Den Teig hatte die Mannschaft des Fördervereins vom Gut Varrel am Freitag angesetzt, Möhren und Äpfel geschnippelt. In das Brot kam wie stets kein Ei. „Auch für Veganer geeignet“, sagte Heizer Hermann Mahlstedt mit Blick auf den neuen Ernährungstrend.

Den Ofen um 5 Uhr angeheizt

Nach dem Kneten und Rühren ging es am Sonnabendmorgen für Hermann Mahlstedt bereits um 5 Uhr in der Frühe ran ans Anheizen des riesigen Ofens. Der muss schließlich genau die richtige Temperatur haben, um erst die 100 Brotlaibe und dann die 15 riesigen Bleche mit Butterkuchen zu backen. Mal etwas heller, mal knusprig dunkel ging nicht nur der Butterkuchen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. „Die Arbeit macht Spaß“, bekundeten die ehrenamtlichen Helfer, und auch Konditormeister Hartmut Giething strahlte hinsichtlich des duftenden Erfolges in seiner schmucken Berufskleidung.

Wer den Backtermin des Fördervereins verpasst hat, kann sich am letzten Samstag im Juni ab 14 Uhr in der langen Schlange anstellen, über Hinz und Kunz reden, das wunderschöne Ambiente des Varreler Gutes genießen und Selbstgebackenes mit wunderbarem Geschmack außerhalb der sonstigen Brottheke mit nach Hause nehmen.

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