Krippe „Löffelchen“ besteht seit zehn Jahren im Mehrgenerationenhaus

Vor dem Essen ein Ständchen mit den Senioren

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Krippenleiterin Sandra Tsopanelis (l.) und ihr Team betreuen in der Krippe „Löffelchen“ im Mehrgenerationenhaus zwölf Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Brinkum - Von Sandra Bischoff. Lucas und Emma fahren auf ihren Bobbycars den Gartenweg entlang. Benno und Charlotte spielen in der Sandkiste, Piet bekommt etwas vorgelesen. Die kleinen Besucher der Krippe „Löffelchen“ vertreiben sich den sonnigen Vormittag mit ihren Erzieherinnen im Garten des Mehrgenerationenhauses. Zwölf Plätze für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren bietet die Krippe, die jetzt ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Am 25. August 2005 nahm die Gruppe als Spielkreis ihre Arbeit auf. Unter Leitung von Christina Knudsen und in Trägerschaft des Vereins Pro Dem kamen dreimal in der Woche sechs Kinder für zwei Stunden ins Mehrgenerationenhaus. „Kleine Kita Löffelchen“, abgeleitet vom Namen der Einrichtung, Schaumlöffelhaus, nannte sich der Spielkreis damals.

Da der Bedarf an Betreuungsplätzen stieg, erfolgte zum 1. Januar 2006 die Umwandlung in eine Kindertagesstätte mit zehn Plätzen. Im Jahr 2009 übernahm die Bürgerstiftung Stuhr die Trägerschaft des Mehrgenerationenhauses und damit auch der Gruppe, die seit 2010 als Krippe gilt.

Die Ein- bis Dreijährigen sind wochentags von 8 bis 14 Uhr zu Gast an der Bremer Straße 9. „Falls gewünscht bieten wir ab 7 Uhr einen Frühdienst und bis 15 Uhr einen Spätdienst an“, sagt Sandra Tsopanelis, die die Leitung seit Februar 2008 inne hat. Der Betreuungsschlüssel in der Krippe sei etwas Besonderes. Insgesamt vier Mitarbeiterinnen kümmern sich um die zwölf Kinder. Der Sozialpädagogin Tsopanelis stehen zwei Erzieherinnen und eine pädagogischen Fachkraft zur Seite. In den kommunalen Einrichtungen kümmern sich drei Fachkräfte um bis zu 15 Kinder.

Anders als in den gemeindeeigenen Krippen gibt es im „Löffelchen“ während der Sommerferien keine Schließzeiten. „Das kommt bei den Eltern gut an“, sagt Tsopanelis. Apropos Eltern: Der Austausch mit ihnen ist den Betreuerinnen laut Tsopanelis sehr wichtig. „Wenn sie ihr Kind abholen, bleiben viele noch einen Augenblick, um mit uns zu reden.“

Eltern schätzen den

Charme des Hauses

Viele Mütter und Väter entschieden sich auch deshalb gegen eine kommunale Einrichtung und für die Krippe im MGH, weil sie den Charme und das familiäre Miteinander schätzten. „Man kommt ins Haus, und es ist immer jemand da. Es riecht nach Essen wie bei Oma und Opa. Es ist, als wäre man bei seinen Großeltern zu Besuch“, sagt die Sozialpädagogin.

Die Tage in der Krippe verlaufen nach festen Ritualen, die die Kinder laut Tsopanelis für ihre Entwicklung benötigen: Spiel- und Bastelphasen sowie Kleinprojekte und Aktivitäten wechseln sich mit den Mahlzeiten ab. Nach dem Mittagessen schlafen die kleinen Gäste. Damit die anderen Besucher des Mehrgenerationenhauses sich entsprechend verhalten, hängt dann ein Schild an der Treppe zum Obergeschoss mit der Aufschrift „Pssst, wir halten Mittagsruhe“.

Der Kontakt zu den älteren Gästen des Hauses ist gewollt. „Vor dem Essen singen wir oft gemeinsam.“ Zudem besuchen die Kinder einmal in der Woche eine Gruppe von Pro Dem im benachbarten Haus.

Zurzeit ist die Krippe „Löffelchen“ komplett ausgebucht. Freie Plätze gibt es voraussichtlich erst wieder im Oktober, sagt Tsopanelis.

Wer Interesse hat, kann sich mit der Einrichtung unter der Telefonnummer 0421/80609876 in Verbindung setzen.

www.kita-loeffelchen.de

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