Aufteilung in zwei Gruppen

Impfungen der Feuerwehr im Landkreis Diepholz beginnt am Wochenende

Beim  Tag der offenen Tür 2019 demonstriert ein Feuerwehrmann die Gefährlichkeit von Fett-Bränden. Aus sicherer Entfernung beobachtet das Publikum die meterhohe Flamme.
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Schutz für Helfer versprechen die anstehenden Corona-Impfungen. Damit verbunden ist aber auch die Hoffnung auf eine Rückkehr zum regulären Dienstbetrieb wie vor der Pandemie. Dazu gehört auch der Tag der offenen Tür, den die Stuhrer 2019 zuletzt anbieten konnten. Archiv

Am 15. Mai beginnen die Impfungen der Feuerwehren im Landkreis Diepholz. Auch in Stuhr verbinden Feuerwehrleute damit die Hoffnung auf mehr Sicherheit im Einsatz - und auf eine baldige Rückkehr zum Alltag.

  • Neben der Ausbildung liegen coronbedingt auch Treffen brach.
  • Erste Hälfte der Stuhrer Feuerwehrleute sind - zusammen mit dem Rest des Nordkreises - am 15. Mai dran.
  • Teilung in zwei Impf-Termine soll Ausfällen bei möglichen Nebenwirkungen vorbeugen.

Stuhr/Landkreis Diepholz– Bei Notfällen kommt sie natürlich nach wie vor wie gerufen. Aber ansonsten liegt zu Pandemie-Zeiten viel von dem brach, was Freiwillige Feuerwehr sonst ausmacht. Da wären etwa die Aus- und Weiterbildung, die nur zum Teil durch Online-Kurse aufgefangen werden können.

Ausbildung auf Eis

Katja Cohrs, 26, aus der Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt etwa hätte den vertiefenden Lehrgang „Truppman 2“ gerne schon abgeschlossen, aber der liegt coronabedingt auf Eis. Corona-Impfungen bedeuten einerseits mehr Sicherheit beim Einsatz. Andererseits verbindet Cohrs mit ihnen die Hoffnung, dass ein Ende der Beschränkungen zumindest absehbar ist.

Feuerwehr-Mitglieder in Prio-Gruppe-3

Wie überall im Land mussten sich die Stuhrer Feuerwehrleute lange gedulden, bis sie an der Reihe sind. Anders als etwa Polizei- und Einsatzkräfte oder das (in der Priorität hochgerückte) Grundschul- und Kita-Personal, zählen sie sich nicht zur zweiten, sondern zur dritten Impfprioritätsgruppe. Aber allmählich ist die Gruppe ,hohe Priorität‘ abgearbeitet.

Deshalb hat die Landesregierung Ende April angekündigt: Im Mai soll es in den Impfzentren mit den Berufsgruppen aus Priorität 3 weitergehen. Eigens hervorgehoben haben die zuständigen Minister Daniela Behrens und Boris Pistorius dabei die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe und die aktiven Mitglieder der Feuerwehren. Das sind in Niedersachsen immerhin 130 000 Ehrenamtliche und 3 000 Berufsfeuerwehrleute.

Erster Sammeltermin am 15. Mai

Im Landkreis Diepholz geht es für die erste Hälfte mit einem ersten Sammeltermin am 15. Mai los: Bis zu 2 000 Aktive werden aufgeteilt auf zwei Standorte geimpft: die Südkreis-Mitglieder in der Sporthalle der Waldsportstätten Rehden. Wie andere Mitglieder des nördlichen Brandschutzabschnitts sollen die Stuhrer Einsatzkräfte zum Gepiektswerden in der Syker Olympia-Halle antreten.

Die Daten der impfwilligen und -fähigen Brandschutzbekämpfer stellen die Rathäuser in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren zusammen. Hartmut Martens, der bei der Gemeinde Stuhr den Fachbereich Bürgerservice, Verkehr und Feuerwehr leitet, rechnete vergangene Woche mit „gut einhundert“ Stuhrer Feuerwehrkräften beim Impftermin am kommenden Samstag.

Aufteilung in zwei Gruppen

Diese Zahl entspricht weniger als die Hälfte der Einsatzkräfte in den sechs Stuhrer Ortsfeuerwehren. Denn „der eine oder andere ist schon geimpft“, gibt Martens zu bedenken. Landkreis-Sprecherin Mareike Rein nennt das die „unbekannte Komponente“: Die Zahl derer, die aus anderen Gründen beziehungsweise über die niedergelassenen Ärzte bereits geimpft sind. Die Rückmeldungen sprächen aber dafür, dass tatsächlich pro Standort circa 1 000 Impfungen erfolgen würden.

Dass im Landkreis zunächst ,nur‘ 2 000 Feuerwehrmitglieder zum ersten Termin geladen sind, ist Absicht. Der Landkreis habe sich zusammen mit der Kreisfeuerwehr für ein gestaffeltes Impfverfahren entschieden: „Um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren auch bei möglicherweise auftretenden Impfnebenwirkungen aufrechterhalten zu können“.

Termin für Zweit-Impfung direkt mit nach Hause

Einen Zweitimpfungs-Termin sollen die Feuerwehrleute direkt am 15. Mai mit nach Hause bekommen, erläutert Mareike Rein. Der Erst-Termin für die zweite Gruppe soll in Kürze folgen.

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