Konzert von Dave Goodman und Band

Pulsierende Mischung im Ratssaal

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Dave Goodman und seine beiden Bandkollegen überzeugen das Publikum im Stuhrer E´Rathaus.

Stuhr - Von Dagmar Voss. Kurz und bündig fasste Zuhörer Hartmut Brünjes den Abend mit Dave Goodman und seiner Band zusammen: „Einfach große Klasse!“. Der Bremer Fan der Gruppe packte in Worte, was sich anhand des lang anhaltenden Beifalls erkennen ließ, nämlich pure Begeisterung ob dieses Ausnahme-Konzerts im Ratssaal.

Das Trio beeindruckte mit vorwiegend eigenen Stücken, mit virtuosen Soli und professionellem Zusammenspiel sowie mit melodisch-bluesigen Variationen und temperamentvoll-rockigen bis jazzigen Akkorden, die ab und an in Bluegrass und Countrymusik endeten. Die drei Musiker – Dave Goodman (Gitarre, Gesang), Steve Baker (Mundharmonika, Gesang) und Oliver Spanuth (Drums, Gesang) – sind Meister ihrer Instruments; hörbar immer wieder in den genialen musikalischen Interpretationen verschiedener Stücke. Im Zusammenspiel, das sie seit drei Jahren pflegen, präsentierten sie einen Abend der Extraklasse. Nicht nur beste Technik, sondern darin enthalten emotionaler Zauber, eine pulsierende Mischung aus Energie, Können und überschäumender Spielfreude.

Schon das Intro, sphärische Klänge des „Hypnotized“, wechselte bald die Tonart und verwandelte sich zu Bluegrass, gefolgt von einem einfühlsamen „Leavin‘ on my mind“, filigran und gleichzeitig ausdrucksstark, bis Baker mit seiner Harp daraus ein Hörerlebnis der eigenen Klasse machte. Nicht umsonst hat er sich den Ruf als einer der maßgeblichen europäischen Harpspieler erarbeitet.

Der kanadische Gitarrenmagier Goodman, der „Mastermind“, wie es sein Kollege Baker nannte, mit seinem vollendeten Akustik-Fingerpicking und seiner rauen Stimme hatte viele Songs komponiert. Dazu gab es wunderbare Balladen, für Fans von Tom Waits, das „Georgia Lee“ oder „The Letter“ von Joe Cocker – unwiderstehlich individuell improvisiert von den drei Experten. Einfach Spitze, wie Spanuth mit Groove und Power Tempo und Takt dirigierte, aber sich auch mit Fingerspitzengefühl im richtigen Moment auf hauchzarte, filigrane Andeutungen seiner Schlaginstrumente beschränkte. Niveauvolle Lieder, spannende solistische Einlagen und ein bemerkenswerter Sound mit ganz eigener Identität sowie spontane Improvisationen sorgten dafür, dass kaum jemand ruhig sitzen blieb.

Weit mehr als zwei Stunden unterhielt das Trio sein Publikum mitsamt Zugaben, bis es sich schließlich von den Verstärkern abkoppelte und unplugged mit einem soft-musikalischen Gang durch die Reihen verabschiedete.

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