Sieben grüne Kandidaten bewerben sich für den Gemeinderat, acht für den Kreistag

Kompromisslose und weibliche Liste

Frauenpower bei den Grünen: (v.l.) Susanne Buchholz, Kristine Helmerichs und Dörthe Siemers-Wulff würden sich im Fall einer Wiederwahl weiter für den Naturschutz einsetzen. - Foto: Husmann

Stuhr - Von Andreas Hapke. Sieben Personen, mehr sind es nicht, die für den Ortsverein von Bündnis 90/Die Grünen bei den Kommunalwahlen am 11. September an den Start gehen. Vorstand Kristine Helmerichs sieht das entspannt: „Dafür haben wir eine quiekgrüne Liste. Alle sind Mitglieder der Grünen oder sitzen schon im Rat.“

Kompromisslos Grün – darauf habe der Ortsverein bei der Suche wert gelegt. Die Kandidaten stünden hinter der inhaltlichen Basis, die sich aus Integration, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Natur- und Umweltschutz zusammensetze.

Mit Helmerichs, Susanne Buchholz und Angela Koenig schicken die Grünen im Wahlbereich 1 – Stuhr, Moordeich, Varrel und Groß Mackenstedt – drei etablierte Ratsfrauen ins Rennen. Das trifft auch auf Dörthe Siemers-Wulff und Kirstin Taberski im Wahlbereich 2 zu, zu dem die Ortsteile Seckenhausen, Brinkum, Heiligenrode und Fahrenhorst zählen. Zusätzlich bewerben sich dort Bernhard Helmerichs und Stefan Lüthge. Während Helmerichs kein neues Gesicht auf der Liste ist, tritt Lüthge zum ersten Mal für die Stuhrer Grünen an. Der Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1966, habe sich aber schon in Bremen bei den Grünen engagiert, sagt Helmerichs und fügt hinzu: „Was die Fluktuation auf der Liste angeht, liegen wir im Schnitt vergangener Wahlen.“

Alle sieben Kandidaten bewerben sich auch für ein Mandat im Kreistag – plus Jens Schriefer, der aus privaten Gründen nicht mehr für den Gemeinderat zur Verfügung steht. „Das bedauern wir alle sehr, und Jens auch. Aber er möchte in Zukunft mehr Zeit für die Familie haben“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Helmerichs.

Dass die Grünen eine überwiegend weibliche Liste zusammengestellt haben, „hat sich so ergeben. Das ist ein Zufall“, sagt sie, aber ein durchaus willkommener: „Schließlich ist die Frauenquote im Stuhrer Rat immer noch gering.“

Immer mehr Männer würden sich sagen: „Familie geht vor.“ Jens Schriefer sei da nur ein Beispiel von vielen. Und in Zeiten der Doppelverdiener-Haushalte ist es laut Kristine Helmerichs auch nicht leicht, Frauen für ein politisches Engagement zu gewinnen: „Auf uns fällt zurück, wofür wir uns immer eingesetzt haben: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wesentlich besser geworden. Mit einem Ganztagsjob wird das eng.“

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