Beton der Brückenkappen marode

Komplette Freigabe der A1 erst 2018

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Immer noch nicht freigegeben ist der Abschnitt der Autobahn 1 zwischen dem Dreieck Stuhr und Brinkum.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Autofahrer müssen noch ein Weilchen mit der Baustelle auf der A1 leben. In Richtung Hamburg verschiebt sich die komplette Freigabe des Abschnitts zwischen dem Dreieck Stuhr und Brinkum sogar auf Mitte Januar kommenden Jahres.

Dies hat Joachim Delfs, Leiter der Geschäftsstelle Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, gestern auf Nachfrage mitgeteilt. Es ist das Ergebnis einer Baubesprechung von Mittwoch.

Ursprünglich hatte die Behörde das Ende der Sanierung für Spätherbst angepeilt, und noch im September sah es danach aus, als könnte Mitte November freie Fahrt auf allen drei Spuren herrschen (wir berichteten). Doch dann nahmen sich die Arbeiter die Brückenkappen vor – jene nicht befahrbaren Ränder der Brücken, die zur Verankerung der sogenannten Fahrzeugrückhaltesysteme („Leitplanken“) und der Lärmschutzwände dienen. Laut Delfs war nach Abriss der alten Kappen Beton in schlechtem Zustand zum Vorschein gekommen. Den galt es zu erneuern.

Ein Dutzend Restarbeiten

In der Folge ist die Abdichtung des verbauten Betons notwendig, und erst danach beginnen die Restarbeiten an der Fahrbahn im Bereich der Brücken, immerhin ein Dutzend an der Zahl. Dadurch habe sich eine „ganze Menge an Verzögerung ergeben“, sagt Delfs. „Diese unvorhergesehenen Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.“ Die im Vorfeld veranlassten Bohrungen hätten nicht auf ein solches Dilemma hingedeutet. Manchmal könne der Bestand von der „erbohrten Wirklichkeit“ abweichen.

Bis 9. Dezember sollen sämtliche Arbeiten an der Fahrbahn abgeschlossen sein. Dann beginnt laut Delfs eine „Zwischenphase vor der Gesamtfertigstellung“. In Richtung Hamburg werde der Verkehr auf den ersten und zweiten Überholstreifen des sanierten Abschnitts verlegt. Die dritte Spur bleibt gesperrt, um an den Lärmschutzwänden zu arbeiten. „Die Mittelstreifenüberfahrten werden geschlossen, und die gelben Markierungen verschwinden“, sagt Delfs. Zumindest in Richtung Osnabrück haben die Autofahrer somit vor Weihnachten wieder freie Bahn. Der Behördenleiter spricht vom „22. oder 23. Dezember“.

Autofahrer haben sechs Wochen Zeit für Erholung

In Richtung Hamburg hingegen muss noch einmal die zweite Überholspur gesperrt und der Verkehr auf die anderer beiden Spuren „rübergedrückt werden“ (Delfs), um die Schutzplanken im Mittelstreifen der Autobahn einzusetzen. Bis Mitte Januar soll auch das erledigt sein.

Einfluss auf den Zeitplan für die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Osnabrück hat die Verzögerung nicht. Ende Februar soll es laut Delfs losgehen, wenn die Witterung mitspielt. Die Autofahrer hätten also nur knapp sechs Wochen Zeit, um sich zwischen den beiden A 1-Baustellen zu erholen.

Welche Firmen den Zuschlag für die Fahrbahnsanierung in Richtung Osnabrück erhalten, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall will die Behörde noch in diesem Jahr die Aufträge vergeben. Rügen nicht berücksichtigter Firmen mit anschließenden Prüfverfahren seien immer möglich, erklärt Delfs. Auch auf die Vergabe für die Bauarbeiten in Richtung Hamburg habe ein Unternehmen mit einer Rüge reagiert. Zu einer Verzögerung sei es wegen der außergerichtlichen Einigung aber nicht gekommen.

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