Gut erholen – egal wo

Kommunen der Win-Region erhalten Zuwendungsbescheid für Reisegärten

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Volker Klücher (4.v.l.) beglückt die Vertreter der Kommunen und der Win-Region Heike Harms (v.l.) und Horst Wiesch (beide Twistringen), Niels Thomsen (Stuhr), Andreas Bovenschulte (Weyhe), Suse Laue (Syke), Michael Wenzel (Win-Region) und Christian Porsch (Bassum) mit einem Zuwendungsbescheid für Reisegärten.

Stuhr - Von Marc Lentvogt. Einer macht die Arbeit, und alle profitieren davon – in der Schule nennt sich das Gruppenarbeit und ist nicht immer beliebt, in der Win-Region stellt es die Zukunft für ein besseres und effektiveres Miteinander dar. Im ersten fertiggestellten Projekt dieser Kooperative werden bis Ende September 2019 in den Gemeinden Stuhr, Weyhe, Syke, Bassum und Twistringen Reisegärten fertiggestellt. Den Verwaltungsaufwand betreibt die Gemeinde Weyhe, freuen dürfen sich aber alle.

Aber Moment. Reisegärten? Das sind Rastplätze mit einem einheitlichen Konzept, deren Ziel es ist, dass Reisende sich nicht nur auf den Radwegen im nördlichen Landkreis wohlfühlen. Sie sollen sich auch darauf verlassen können, bei ihren Pausen nicht auf ein gewisses Maß an Luxus verzichten zu müssen.

Verortet sind die Reisegärten an der Mühlenwiese in Heiligenrode, am Hohen Berg in Syke-Ristedt, am Radweg an der Weser in Weyhe-Dreye, im Stiftspark in Bassum und im Delmepark in Twistringen. Wiedererkennungsmerkmale sollen eine Schutzhütte, Sitzbänke, Fahrradständer, Luftpumpen, Liegemöglichkeiten und Müllbehälter sein, zudem Infotafeln, die auf die jeweils vier anderen Reisegärten hinweisen. Die Kosten des Projektes betragen für alle Kommunen gemeinsam 155.820 Euro.

Als Eigenteil verbleiben den Kommunen 57.653 Euro, erklärt Volker Klüche vom Amt für regionale Landesentwicklung. „Normal gewähren wir aus EU-Mitteln 53 Prozent Zuschuss“, sagt er, „hier konnten wir mehr machen“. Grund ist ein Bonus, der aus dem Zusammenschluss der Kommunen in der Win-Region resultiert. Der Gesamtzuschuss betrage daher 63 Prozent, was einer Summe von 99.166 Euro entspreche.

Kooperatives Modell arbeitssparender

Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte nahm die erste Plakette entgegen und sprach dem Landesamt und seinen Kollegen einen großen Dank aus. Natürlich habe das Projekt der Verwaltung einen Zusatzaufwand gemacht, „aber das trifft jeden Mal, weil es rotiert. Es hat uns nicht als erstes getroffen, wir haben es gern gemacht“, sagt er.

Sein Zwischenfazit nach diesem ersten abgeschlossenen Projekt der fünf Kommunen ist dementsprechend eindeutig: „Das kooperative Modell ist definitiv arbeitssparender. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten fünf Einzelprojekte – dann soll es lieber einer machen und sich richtig konzentrieren.“

Nichts geht ohne das Ehrenamt

Bassums Bürgermeister Christian Porsch hebt hervor, dass nicht nur Touristen und Verwaltungen einen Vorteil aus den Reisegärten ziehen würden. „Es ist auch toll für die Bürger vor Ort. Wir integrieren zum Beispiel einen Bouleplatz, einen Grillplatz und einen Kräutergarten.“ In Twistringen ergibt sich die Möglichkeit – wie zuvor schon vom dortigen Ortsrat gewünscht – den Bereich um die Delmequelle zu beleben.

In Syke und Stuhr wiederum kann am Hohen Berg und auf der Mühlenwiese bereits auf bestehende Infrastruktur zurückgegriffen werden. „Die Standpunkte werden um das ergänzt, was noch fehlte“, führt Bürgermeister Niels Thomsen aus. Seine Syker Kollegin Suse Laue fügt hinzu: „Jeder macht, was für ihn passt. Wir haben einen Standard, behalten aber die Vielfalt.“

Was bei der Freude über die hohe Zuwendung zum Bau der Reisegärten nicht untergehen sollte: Es muss auch für den Bestand gesorgt werden. Diesbezüglich sind die Kommunen in Gesprächen mit Ortsräten und Vereinen. „Da steckt viel Idealismus und ehrenamtliches Engagement drin“, betont Thomsen.

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