„Bangen ist nicht so mein Ding“

Warten auf den Einzug in den Rat

Viele Stimmzettel und ein Peter Marcovic: Die Wahlhelfer hatten am Sonntagabend alle Hände voll zu tun. - Foto: jeh

Stuhr - Von Andreas Hapke. „Irgendwann hat mir jemand gesagt, dass ich drin bin. Da habe ich mich natürlich ganz doll gefreut“, sagt Nina Lara Deutschmann. Die Newcomerin im Stuhrer Gemeinderat war im Wahlbereich 2 für die CDU ins Rennen gegangen und hatte die Auszählung der Stimmen auf den Leinwänden im Ratssaal verfolgt. Sie zog über die Liste ins Parlament ein. Wann genau das feststand, kann sie nicht sagen. „Das hätte ich separat auf meinem Handy im Internet nachschauen müssen. Aber Bangen ist nicht so mein Ding. Ich warte lieber das Endergebnis ab.“ Ohnehin sei ihr zunächst einmal wichtig gewesen, „dass die CDU genug Stimmen erhält“.

Ebenfalls im Rathaus hatte sich die Grüne Kirstin Taberski die Auszählung angesehen. Auch sie musste sich in Geduld üben, was aber weniger einem knappen Ergebnis geschuldet war: „Anfangs tauchten nur Ergebnisse aus den Lokalen im Wahlbereich 1 auf. Ich habe die ganze Zeit gedacht: Hoffentlich kommt mal was aus dem Wahlbereich 2.“ Gegen 22 Uhr habe sie Gewissheit gehabt. Mit 398 Stimmen schaffte Kirstin Taberski direkt und deutlich den Sprung in den Rat.

Aus einem ganz anderen Grund hat die alte und neue SPD-Ratsfrau Gudrun Klomburg eine unruhige Wahlnacht verbracht: Bis morgens um 5 Uhr hat sie nach eigener Auskunft die Ergebnisse analysiert: Wer hat wo mehr Stimmen geholt als wir und woran kann das gelegen haben? Diese Frage habe sie sich für jedes Wahllokal gestellt. „Da bin ich dann drüber eingeschlafen.“

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