Haus am Wall produziert Videos / Jugendhäuser ziehen Hotline-Zwischenbilanz

Kochen gegen den Corona-Koller

Das Team Jugend stellt Alternativen für die Corona-Zeit auf die Beine: (v.l.) Andrea Schattner, Silke Amrhein, Kirsten Nietzold, Moritz Jungblut, Marcel Kotrc, Anna Köster, Michaela Otterstedt und Alexander Hohmann Archivbild: Gemeinde
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Das Team Jugend stellt Alternativen für die Corona-Zeit auf die Beine: (v.l.) Andrea Schattner, Silke Amrhein, Kirsten Nietzold, Moritz Jungblut, Marcel Kotrc, Anna Köster, Michaela Otterstedt und Alexander Hohmann

Stuhr - Von Lisa-marie Rumann. Jugendtreffs wie sie einige aus der Gemeinde Stuhr aus der Vergangenheit kennen, können längst nicht mehr wie gewohnt erlebt werden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie steht das Team Jugend der Gemeinde weiterhin vor Hürden, die es kreativ zu meistern gilt. Vor einiger Zeit haben der Jugendtreff No Moor, das Haus am Wall und die Streetworker Telefonhotlines als Alternativen zu realen Treffen ins Leben gerufen – Zeit für ein Zwischenfazit. Alle angeschobenen Angebote bleiben auch nach der gestrigen Öffnung der Häuser bestehen.

Wie berichtet können die Kinder und Jugendlichen bei den Nummern anrufen, um ihre Sorgen loszuwerden, Fragen zu klären, oder auch bloß, wenn sie Langeweile haben. Und genau das tun sie auch, sagt Silke Amrhein. Sie ist die Leiterin des Jugendtreffs No Moor in Moordeich. „Wir haben aktuell guten Kontakt zu unseren Kindern und Jugendlichen“, erzählt sie. In einigen Gesprächen würden akute und wichtige Themen Raum und Zeit finden, aber es würden auch viele aus Langeweile durchrufen.

Zusammenfassend lässt sich laut Amrhein sagen, dass das Team mit den Kindern und Jugendlichen vom Wetter über Fußball bis hin zu Kriseninterventionsthemen redet. „Die Hotline soll weiterhin aktiv bleiben. Zumindest so lange, bis der Jugendtreff No Moor wieder regulär geöffnet ist“, erläutert die Leiterin mit Blick in die Zukunft. Sollte das angegebene Zeitfenster (montags bis freitags zwischen 13 und 16 Uhr) nicht ausreichen, könnten Gesprächstermine auch außerhalb der Zeit vereinbart werden.

Auch die Hotline des Hauses am Wall in Brinkum nutzen nach Auskunft von Alexander Hohmann einige Jugendliche. Anstatt einfach nur zu plaudern, würden sie sich häufiger nach der Wiedereröffnung des Hauses und den dann geltenden Regeln erkundigen.

„Bei der offenen Kinder- und Jugendarbeit geht es viel um die Bildung einer Beziehung, und diese funktioniert nun mal am besten von Angesicht zu Angesicht“, erklärt Hohmann. Er glaubt, dass es den Jugendlichen schwer fällt, ein persönliches Gespräch im Haus durch einen Anruf oder eine E-Mail zu ersetzen.

Positiv zu bemerken sei aber, dass das Team den Kontakt vermehrt über soziale Medien aufrechterhalten konnte. Auf Facebook, Instagram und Youtube veröffentlicht das Team kleine Videos. Und auch auf der Homepage vom Haus am Wall. Dort sind zwei Videos aus der eigens gegründeten Koch-Tutorial-Reihe zu finden: Bratkartoffeln und Brennnesselsuppe zum Nachkochen.

Das Haus am Wall plant auch die Teilnahme an einem eSports-Turnier, an dem sämtliche Jugendzentren aus Niedersachsen mitmachen können. Ziel sei es, bei Online-Mini-Spielen um den Sieg zu kämpfen, um das eigene Haus an die Spitze der Rangliste zu führen.

Hohmann erzählt, dass das Team des Hauses am Wall in der Corona-Zeit viel mit Organisation am Hut hat. Dafür sind sie vor Ort in Brinkum und trafen dort öfter mal auf Jugendliche und konnten so spontan das Gespräch mit ihnen suchen. „Mit gebotenem Abstand versteht sich.“

Das Haus am Wall bietet neben Gesprächsmöglichkeiten auch Online-Hilfe für Bewerbungen an. Laut Hohmann sei die Reaktion darauf bislang verhalten gewesen. „Es erreichten mich ein paar Mails mit der Bitte um Prüfung der Bewerbungsunterlagen“, erzählt er. In so einem Fall fügt er Verbesserungsvorschläge in die Datei ein und schickt eine Mail zurück.

Zusammenfassend hebt Hohmann die enge Zusammenarbeit im Team Jugend in dieser schweren Corona-Zeit hervor. Das Team habe sich auf die erneute Öffnung vorbereitet, halte sein Publikum zumeist online bei Laune und plane gegenwärtig den Stuhrer Ferienspaß, ergänzt er. Auch wenn nicht alle Aktionen in den Ferien wie geplant umgesetzt werden können, wollen sie den Kindern und Jugendlichen ein alternatives Programm für die freien Tage bieten.

Hotlines

Jugendtreff No Moor

Telefon: 0151/26788719

Mail: kontakt@nomoor.de

Jugendtreff Haus am Wall Telefon: 0151/52069534 Mail: kontakt@hausamwall.de

Streetworker

Telefon: 0160/98974675

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