Stuhrer Teams beteiligen sich ab Montag an der Kampagne Stadtradeln

„Klimaflitzer“ und „Power Jugend“ auf Kilometerjagd

Die Rathausmitarbeiter Christina Brinkmann, Hans Schüler und Ines Kastens sowie der für Stuhr und Weyhe zuständige Klimaschutzmanager Colja Beyer treten ab Montag noch kräftiger in die Pedale als sonst. - Foto: Husmann

Stuhr - Von Andreas Hapke. Hans Schüler vom Team Jugendarbeit packt der Ehrgeiz. „Ich will aufs Treppchen“, formuliert er das Ziel seiner Teilnahme bei der Kampagne Stadtradeln des Klimabündnisses. Der bundesweite Wettbewerb beginnt am kommenden Montag, 30. Mai, und läuft drei Wochen. In dieser Zeit sollen die Teilnehmer beruflich und privat möglichst viele Kilometer auf dem Drahtesel zurücklegen. Es geht darum, den Radverkehr in den Mittelpunkt zu rücken und auf diese Weise Kohlendioxid einzusparen (wir berichteten).

Auf Initiative von Colja Beyer, Klimaschutzmanager für Stuhr und Weyhe, nehmen die beiden Gemeinden zum zweiten Mal an der Kampagne teil. Das gilt auch für Hans Schüler, der diesmal zusammen mit Karl Sagemann als Team „Power Jugend“ an den Start geht. „Weil wir vom Team Jugendarbeit sind und ganz viel Power haben“, lautet die nahe liegende Erklärung Schülers. Im Vergleich mit den anderen Stuhrer Mannschaften will das Duo „im Schnitt die meisten Kilometer fahren“, kündigt er an.

Die Kampfansage richtet sich zum Beispiel an den Hospizverein, der 14 Teilnehmer gemeldet hat, die Kuppelcrew der Feuerwehr Brinkum mit sieben Personen und die Firma Karl Meisel mit fünf Startern. Sie richtet sich aber auch an die rathausinterne Konkurrenz um Ines Kastens, die in der Verwaltung ebenfalls für das Team Jugendarbeit tätig ist. Kastens hat fünf Mitstreiter für ihr Team „Klimaflitzer“ zusammengetrommelt und ist dabei, weitere Radler zu gewinnen. Zurzeit zählen mit Christina Brinkmann, Ina Helberg und Philipp Rohlfing auch drei Arbeitskollegen zur Mannschaft. „Für dieses Jahr versuche ich, eine große Truppe auf die Beine zu stellen, um viele Kilometer zu schaffen. Schließlich geht es um den Klimaschutz“, sagt Ines Kastens. Deshalb spreche sie auch Bekannte an, die in der Gemeinde wohnen und woanders arbeiten, etwa in Bremen und Delmenhorst.

Noch immer kann man sich für die Kampagne anmelden. Voraussetzungen sind Arbeitsplatz, Wohnsitz oder Vereinszugehörigkeit in Stuhr. Gruppen wie Schulklassen, Clubs, Gemeinderat und Unternehmen können ebenfalls mitmachen.

Im vergangenen Jahr war Hans Schüler sogar als Stadtradlerstar unterwegs, das heißt, er hat drei Wochen lang komplett auf das Auto verzichtet. „Das ist jetzt keine Herausforderung mehr für mich. Ich habe das im vergangenen Jahr problemlos bewältigt“, begründet Schüler. Generell findet er die Kampagne motivierend: „Man fährt mehr als sonst, erlebt mehr, hat mehr Kontakt zu den Menschen.“ Im vergangenen Jahr seien es bei ihm über 800 Kilometer gewesen, da er neben den üblichen Fahrten zur Arbeit auch verstärkt bei Tagestouren im Umland im Sattel saß. So soll es auch in diesem Jahr wieder sein, denn: „Das kommt ja alles dem Klima zugute.“

Das Engagement der Stuhrer ist ganz nach dem Geschmack des Klimaschutzbeauftragten Beyer. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran, nicht nur im Zeitraum der Kampagne: „Wenn es möglich ist, fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Es sind nur sechs Kilometer.“ Nur bei Dienstfahrten könne er nicht auf das Auto verzichten. In den kommenden drei Wochen möchte er mit seinem „Offenen Team Stuhr“ möglichst viele Kilometer mit dem Rad abreißen.

Beyer macht auf zwei besondere Veranstaltungen im Rahmen des Stadtradelns aufmerksam: Zum Auftakt gibt es am Montag um 18 Uhr im Ratssaal einen Vortrag von Peter Harenberg (ADFC Bremen) zum Thema „Zu den Schlössern der Loire“. Um Radwanderwege vor den Türen Stuhrs geht es in dem Vortrag „Radwandern und Wandern rund um Bremen – zwischen Nordsee, Lüneburger Heide und Wiehengebirge am Mittwoch, 8. Juni. Zeit und Ort: um 18 Uhr im Rathaus Weyhe. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei.

www.stadtradeln.de

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